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Eigenverbrauchsoptimierung

Dani und Pascal sprechen über Eigenverbrauchsoptimierung bei Photovoltaikanlagen. Sie erklären, wie Unternehmen ihren selbst produzierten Solarstrom besser nutzen, welche Rolle Batteriespeicher und intelligente Energiemanagementsysteme spielen und wie sich Eigenverbrauch, Peak Shaving und dynamische Strompreise kombinieren lassen, um Energiekosten nachhaltig zu senken.

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Sinkende Einspeisevergütung für Solarstrom

Im zweiten Quartal 2026 lag der Referenzmarktpreis für eingespeisten Solarstrom bei lediglich 3,4 Rappen pro Kilowattstunde. Dadurch gewinnt der Eigenverbrauch zunehmend an Bedeutung. Zusammenschlüsse wie vZEV und lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) ermöglichen es zudem, überschüssigen Solarstrom an benachbarte Verbraucher zu verkaufen und damit zusätzliche Einnahmen zu erzielen.

Dynamische Strompreise und neue Möglichkeiten ab 2027

Dynamische Strompreise und Einspeisevergütungen werden künftig immer wichtiger. Ab 2027 könnten regulatorische Änderungen neue Möglichkeiten für die zeitversetzte Einspeisung von Solarstrom schaffen. Intelligente Energiemanagementsysteme müssen deshalb zunehmend flexibel reagieren und Stromproduktion, Speicherung, Verbrauch und Einspeisung laufend aufeinander abstimmen. 

Hauptthema: Eigenverbrauchsoptimierung

Wie lässt sich selbst produzierter Solarstrom möglichst wirtschaftlich nutzen? Dani und Pascal zeigen, wie Unternehmen mit Batteriespeichern, Verbrauchsprognosen und dem ELUVA Energiemanagementsystem ihren Eigenverbrauch optimieren können. Im Mittelpunkt stehen intelligente Ladestrategien, die Kombination mit Peak Shaving sowie die richtige Dimensionierung von Batteriespeichern anhand realer Verbrauchsdaten. 

Fazit

  1. Timing entscheidet: Solarstrom entsteht nicht immer dann, wenn er gebraucht wird. Intelligente Steuerung und Batteriespeicher helfen, Produktion und Verbrauch zeitlich aufeinander abzustimmen.
  2. Grösser bedeutet nicht automatisch wirtschaftlicher: Batteriespeicher müssen zum tatsächlichen Verbrauch passen. Eine Lastganganalyse zeigt, welche Speichergrösse sinnvoll ist und wann sich die Investition amortisiert.
  3. Intelligente Kombination spart Geld: Eigenverbrauchsoptimierung, Peak Shaving und dynamische Strompreise entfalten gemeinsam das grösste Potenzial. Präzise Prognosen und laufende Anpassungen sind entscheidend.

Tooltipp

Das ELUVA Lastgang-Simulationstool analysiert den Stromverbrauch eines Unternehmens anhand von Viertelstundenwerten. Damit lassen sich unterschiedliche Batteriegrössen, Eigenverbrauchsanteile und Einsparpotenziale simulieren. Unternehmen erhalten eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Investitionen in Batteriespeicher und können die voraussichtliche Amortisationszeit realistisch einschätzen. 

27:00min
Peak Shaving
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Peak-Shaving

Dani und Pascal sprechen über Peak-Shaving: wie Unternehmen teure Leistungsspitzen im Stromverbrauch erkennen und mit Batterien, Solarenergie sowie einem intelligenten Energiemanagement reduzieren können. Entscheidend sind dabei 15-Minuten-Werte, Prognosen und eine vorausschauende Steuerung.
17:00min
Dani und Pascal über Eluva
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ELUVA

Dani und Pascal sprechen über Energiemanagementsysteme für Schweizer Unternehmen. Im Zentrum stehen Batteriespeicher, Eigenverbrauch, Peak-Shaving, Regelenergie, dynamische Strompreise und die Frage, wie sich Investitionen durch intelligentes Feature Stacking wirtschaftlich rechnen.
20:00min
zweiblog episode #22-Vibe Coding
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Vibe Coding – Wie KI das Prototyping und die Softwareentwicklung revolutioniert

Episode #22 – Dani und Erich sprechen über Vibe Coding als neue Prototyping-Methode, das Schweizer KI-Modell Apertus, Risiken von KI-Coaching und das Tool Lovable für Full-Stack-Apps ohne Code.

Transkript Zweiblog Episode 25

Dani: Willkommen zu einer weiteren Folge von unserem ELUVA-Zweiblog, Episode 3. Heute folgendes Thema: Eigenverbrauch und Eigenverbrauchsoptimierung mit Photovoltaikanlagen. Eigenverbrauchsoptimierung, das ist ein Wort, das man immer wieder hört. Was bedeutet Eigenverbrauchsoptimierung und was brauche ich alles dazu?

Pascal: Fangen wir doch ganz vorne an. Eine Solaranlage hat eigentlich zwei Kennzahlen. Wenn man eine Solaranlage auf einem Hausdach hat und dort auch Strom verbraucht wird, kann man über den Eigenverbrauchsanteil und über die Autarkie reden. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Ich schaue dabei eigentlich aus verschiedenen Blickwinkeln.

Der Eigenverbrauch sagt aus, wie viel Strom, den ich selber produziere, auch tatsächlich direkt im Gebäude verbraucht wird. Im Umkehrschluss fliesst alles, was nicht verbraucht wird, typischerweise ins Netz und wird dort verkauft. Und einfach schnell als Exkurs: Der Autarkiegrad schaut den Verbrauch des Gebäudes an und zeigt auf, wie viel davon durch die eigene Solaranlage gedeckt wird. Bei 30 % habe ich also quasi 30 % meines Stromverbrauchs durch meine Solaranlage gedeckt.

Den Autarkiegrad lassen wir heute mal auf der Seite. Wir konzentrieren uns auf den Eigenverbrauchsanteil, weil dieser wirtschaftlich relevant ist. Wenn ich auf meinem eigenen Dach Strom produziere, dann produziere ich diesen typischerweise zu etwa 8 bis 10 Rappen pro kWh. Das sind so die Kosten einer Kilowattstunde, die aus einer Solaranlage kommt. Wenn ich aber Strom einkaufen muss, dann muss ich 20, 25 oder 30 Rappen pro kWh bezahlen. Und dort wird es interessant, sich zu überlegen, wie ich meinen Eigenverbrauchsanteil erhöhen kann. Und das ist Eigenverbrauchsoptimierung.

Dani: All der Strom, den ich direkt selber verbrauchen kann, ist dann wirklich mein Eigenverbrauchsanteil. Was ist das typische Problem einer PV Anlage, wenn ich Eigenverbrauch machen möchte? Die Sonne scheint nicht jeden Tag gleich intensiv. Es gibt Regen, Sonne, Wolken und so weiter. Was sagst du dazu? Wie kann ich mit einer PV Anlage den Eigenverbrauch optimieren?

Pascal: Du sprichst es an. Eine Solaranlage produziert nicht immer dann den Strom, wenn ich ihn brauche. Es gibt einen saisonalen Unterschied. Im Sommer produziere ich mehr, im Winter brauche ich mehr, wenn ich zum Beispiel mit einer Wärmepumpe heize.

Und dann ist es auch so, dass ich vielleicht früh am Morgen oder spät am Abend koche. Das ist jetzt eher im Wohnbereich. Zu diesen Zeiten scheint die Sonne teilweise noch nicht oder nicht mehr.

Bei Industriebetrieben, bei denen wir mehr tagsüber arbeiten, deckt es sich gar nicht so schlecht. Trotzdem ist es so, dass wir zum Beispiel um 7 Uhr die Maschinen einschalten. Von 12 bis 13 Uhr machen wir Mittagspause. In dieser Zeit produziert die Solaranlage extrem viel. Ab 15, 16 oder 17 Uhr nimmt die Produktion der Solaranlage wieder ab, während wir teilweise noch länger Strom verbrauchen. Es deckt sich also natürlich nicht vollständig.

Dani: Wenn wir das grafisch anschauen, haben wir unsere Solarkurve der Produktion und irgendwo dazu noch die Verbrauchskurve des Betriebs.

Bei typischen Industrieanlagen haben wir oft das gleiche Bild. Sie fangen früh am Morgen an, wenn die Sonne meistens noch schläft. Dann gehen die Mitarbeitenden vielleicht noch kurz über Mittag essen. Genau in dieser Zeit produziert die Solaranlage sehr viel. Gegen Abend flacht die Solarkurve wieder ab, der Betrieb produziert aber vielleicht bis 17 Uhr mit voller Leistung weiter. So entstehen vorne und hinten Bereiche, die durch die Solaranlage nicht gedeckt sind.

Pascal: Plus scheint am Wochenende die Sonne, aber niemand verbraucht den Strom. So resultiert ganz grob, dass du ohne Optimierung in der Regel bei einem Eigenverbrauchsanteil von 20 bis 30 % liegst.

Dani: Gut, das ist jetzt der Fall, wenn du einfach die Solaranlage aufs Dach schraubst und sie laufen lässt. Sie deckt den Verbrauch, den sie gerade decken kann, und der Rest wird ins Netz eingespeist. Das typische Problem ist also: All about timing. Und Timing ist, glaube ich, das Stichwort.

Wie kann ich jetzt den Eigenverbrauchsanteil erhöhen? Welche Möglichkeiten habe ich ohne Batterie und welche Möglichkeiten habe ich mit Batterie?

Pascal: Ohne Batterie kann man schauen, dass man den Strom dann verbraucht, wenn die Sonne scheint. Es ist natürlich immer die Frage, welche Verbraucher ich überhaupt steuern kann und welche nicht. Maschinen, die etwas produzieren müssen, lasse ich ungern nur dann laufen, wenn die Sonne scheint, weil ich dann arbeiten will, wenn ich arbeiten will.

Hingegen kann ich zum Beispiel eine Wärmepumpe zum Heizen oder teilweise auch zum Kühlen, Kühlaggregate, Kühlräume, Prozesswärme, Prozesskälte oder auch Kompressoren, die über längere Zeit Druck speichern, allenfalls ansteuern. Ich kann also sagen, ich lade oder betreibe sie dann, wenn die Sonne scheint und wenn ich Überschuss habe.

Das Gleiche gilt selbstverständlich für Ladestationen. Sei das für das Elektroauto eines Mitarbeitenden, für den Servicebus oder sogar für einen Transport LKW. All diese Verbraucher kann ich mehr oder weniger steuern, je nach Einsatzgebiet selbstverständlich. Optimalerweise steuere ich sie dann, wenn bereits Solarüberschuss vorhanden ist.

So kann man den Eigenverbrauch ohne Batterie optimieren. Und dann kann ich natürlich den Strom vor Ort in irgendeiner Form speichern, typischerweise mit einer Batterie. Und das ist ja dort, wo wir meistens dann auch tiefer einsteigen.

Dani: Denn man muss schon sehen: Das, was du erzählst, ist in der Theorie richtig. Ich komme aber aus der Praxis und merke immer wieder: Ja, den Lastwagen laden. Nein, der muss dann ausliefern. Ich kann den Chauffeur nicht einfach in der Nacht fahren lassen, nur damit ich am Tag den Lastwagen laden kann. Und genau dort müssen wir dann alle Kosten gegeneinander abwägen. Was ist jetzt teurer? Den Fahrer in der Nacht zu bezahlen und dafür am Tag Strom zu laden und so weiter?

Bei grösseren Betrieben wird die Batterie deshalb relativ schnell zu einem Thema, weil sie im Verhältnis ein günstiger Speicher ist. So habe ich nicht mehr dieses All about Timing Problem, also die Frage, wann ich den Lastwagen einstecken muss und so weiter. Ich kann diese Zeitverschiebung über die Batterie überbrücken.

Pascal: Wir sprechen hier typischerweise von einem sogenannten elektrochemischen Speicher. Damit kann Strom über einen Zeitraum von zwei bis drei Tagen gespeichert werden. Saisonale Speicher sowie Lösungen wie Power to Gas oder Power to Heat sind heute nicht unser Thema.

Dani: Das müssen wir später noch etwas genauer diskutieren.

Die Batterie dient also dazu, das Timing zu verschieben. Wenn ich in einem typischen Betrieb morgens um 5 Uhr anfange zu arbeiten und zu diesem Zeitpunkt bereits 400 Kilowatt Leistung brauche, kann ich diese Energie zunächst aus der Batterie beziehen. Sobald später die Sonne scheint, kann die Batterie wieder geladen werden.

Pascal: Ja, genau. Dann schauen wir uns doch einmal an, wie das Ganze in der Praxis aussieht. Was muss ich berücksichtigen, wenn ich mir einen Batteriespeicher anschaffen möchte oder bereits einen habe und diesen optimal steuern will? Erzähl mal.

Dani: Wenn wir das jetzt einmal isoliert betrachten, so wie du es gerade gemacht hast, haben wir eine Solaranlage, eine Batterie und ein EMS von ELUVA. Dann ist das Eigenverbrauchsmodul eigentlich das Erste, das wir dafür einsetzen. Das kann man bei uns aktivieren. Das Eigenverbrauchsmodul hat eigentlich drei typische Funktionalitäten, fast schon vier. Auf die vierte kommen wir später noch zu sprechen.

Es gibt zunächst eine Basic Variante. Das ist die typische Variante, wie wir sie kennen, losgelöst von Peak Shaving und ähnlichen Themen. In der Basic Variante lädt sich der Speicher mit dem Solarüberschuss. Wenn später Bedarf besteht, keine Sonne scheint und kein Strom mehr vom Dach kommt, beziehen wir die Energie aus der Batterie, bis diese leer ist. Ist die Batterie leer, beziehen wir den Strom vollständig aus dem Netz.

Pascal: Die einfachste Variante also: Überschuss speichern und bei höherem Verbrauch wieder abgeben.

Dani: Und dort gibt es bei uns noch verschiedene Varianten. Man kann zum Beispiel einstellen, wie viel Leistung man aus dem Batteriespeicher beziehen möchte. Ich kann also sagen, ich möchte maximal 30 Kilowatt aus dem Speicher nehmen. Dadurch reicht die Batterie natürlich länger. Alles, was über diesen 30 Kilowatt liegt, wird zusätzlich aus dem Netz bezogen.

Eine andere Variante ist, dass ich einfach sage: Vollgas. Die Batterie liefert so viel Leistung, wie sie kann. Dann kann es aber natürlich passieren, dass sie um 22 Uhr bereits leer ist und ich anschliessend die ganze Nacht Strom aus dem Netz beziehe.

Die dritte Variante betrifft den Niedertarif, solange es diesen in einzelnen Kantonen und bei einzelnen EVU noch gibt. Ich kann zum Beispiel sagen, dass die Batterie während des Hochtarifs Energie liefert. Sobald der Niedertarif beginnt, schaltet sie sich aus und am nächsten Morgen um 6 Uhr wieder ein. Auch solche Möglichkeiten gibt es bereits in der Basic Variante.

Dann kommt das nächste Modell. Bei ELUVA kann man eine Arbeitszeitplanung hinterlegen. Ich kann also definieren, was meine normalen Arbeitszeiten sind. Zum Beispiel beginnen wir um 5 Uhr, arbeiten bis 12 Uhr und anschliessend wieder von 13 bis 17 Uhr. Das ist unsere Arbeitszeit von Montag bis Freitag. Am Samstag arbeitet vielleicht noch die halbe Belegschaft von 8 bis 12 Uhr. Warum muss ich das hinterlegen? Weil wir bei den nächsten Varianten des Eigenverbrauchs mit Vorladefunktionen anhand dieser Zeiten definieren können, ob wir uns gerade innerhalb oder ausserhalb der Arbeitszeit befinden. Das gilt zum Beispiel auch für das Wochenende.

Normalerweise könnte das EMS sagen: Die Batterie ist zu tief, also laden wir sie in der Nacht vor, damit wir am nächsten Morgen bereit sind. Der klassische Fall ist aber der Freitagabend. Am Freitag hören wir auf zu arbeiten und beginnen erst am Montagmorgen wieder. Warum soll das EMS die Batterie bereits in der Nacht auf Samstag vorladen, nur damit sie am Samstagmorgen wieder bereit ist? Sie hat ja bis Montagmorgen Zeit. Darum gibt es bei uns die Working Time. Dort kann man hinterlegen, wann tatsächlich gearbeitet wird. Man kann auch mit einem Klick definieren, dass zum Beispiel der 1. Mai, der 1. August oder ein regionaler Feiertag arbeitsfrei ist. Davon gibt es ja sehr viele. Dann weiss unser EMS: Morgen kommt niemand zur Arbeit, also habe ich noch bis übermorgen Zeit. Das ist wichtig, weil wir dadurch unnötige Vorladekosten und Effizienzverluste durch das Vorladen vermeiden können.

Am Wochenende scheint vielleicht irgendwann die Sonne, wir haben kaum Verbrauch und die Batterie ist bis Montagmorgen wieder voll. Erst in der Nacht auf Montag würde sich unser ELUVA EMS Gedanken machen, ob doch noch etwas vorgeladen werden muss, weil für Montag vielleicht den ganzen Tag Schnee, Regen oder ähnliches prognostiziert ist.

Und das bringt mich gleich zum nächsten Thema: Die Solarprognosen sind extrem wichtig. Wir berechnen anhand von Wetterdaten und weiteren Faktoren, wie hoch die Solarproduktion voraussichtlich sein wird. Diese Prognose rechnen wir alle 15 Minuten neu. Denn das Wetter kann sich jederzeit verändern und es kann sehr schnell zu einem Umschwung kommen. Das müssen wir möglichst rasch erkennen und entsprechend neu berechnen.

Jetzt kommt wieder die Working Time ins Spiel. Wenn wir zum Beispiel bis 17 Uhr arbeiten, schauen wir uns die Produktionsprognose der Solaranlage an. Gleichzeitig nehmen wir auch die Verbrauchsprognose und legen beide übereinander. So wissen wir für jede Stunde, wie viel Leistung wir voraussichtlich benötigen und wie viel davon vom Dach kommt. Dadurch erkennen wir die Lücken, also die Dreiecke, von denen wir vorhin gesprochen haben, am Morgen und am Abend viel genauer. Wenn wir zum Beispiel um 5 Uhr mit der Arbeit beginnen und bis 9 Uhr, wenn genügend Solarleistung vorhanden ist, ein bestimmtes Manko haben, wissen wir, wie viel Energie wir bis zu diesem Zeitpunkt bereitstellen müssen. Dafür gibt es zunächst eine statische Vorladestrategie. Dabei wissen wir, wie viele Kilowattstunden bis zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt werden. Die Batterie wird dann über Nacht so weit vorgeladen, dass zum Start der Working Time genügend Energie zur Verfügung steht.

Pascal: Vielleicht noch kurz eine Gegenfrage. Du hast gerade angesprochen, dass man die Batterie bereits im Voraus laden und sie später zu Zeiten mit höherem Verbrauch wieder entladen kann. Auf den Eigenverbrauch selbst hat das zwar keinen direkten Einfluss. Aber welche Vorteile bringt dieses Vorgehen?

Dani: Ein Vorteil ist, dass ich Strom zu tiefen Preisen einkaufen kann. Wenn ich dynamische Strompreise habe und sehe, dass der Preis zum Beispiel zwischen 2 und 5 Uhr morgens am tiefsten ist, kann ich die Batterie gezielt in dieser Zeit laden. Mit unserem Modul für dynamische Preise kann ich den Einkauf entsprechend steuern und die günstigen Zeitfenster gezielt nutzen.

Pascal:  Bei gewissen Energieversorgern gibt es nach wie vor Hoch und Niedertarife. Dann können wir uns überlegen, ob wir zum Beispiel einen Preisunterschied von drei Rappen nutzen und diesen günstiger eingekauften Strom aus der Nacht in den Tag verschieben.

Dani: Die dritte Variante ist die dynamische Steuerung. Dabei wird laufend neu berechnet. Das ist vor allem in Kombination mit Peak Shaving interessant, weil das System nicht einfach statisch die Batterie füllt, sondern die Situation kontinuierlich neu bewertet und entsprechend dynamisch steuert. Das wäre dann das nächste Thema.

Apropos Eigenverbrauch: Gerade in diesem Bereich gibt es viele Betriebe, die deutlich mehr Leistung auf dem Dach haben, als sie über ihren Netzanschlusspunkt einspeisen können. Das sieht man zum Beispiel sehr häufig bei landwirtschaftlichen Betrieben. Nehmen wir ein Beispiel: Auf dem Dach befinden sich 200 Kilowatt Peak, die Anschlussleistung beträgt aber nur 100 Ampere beziehungsweise rund 60 Kilowatt, die eingespeist werden können. Dann stellt sich natürlich wieder die Frage, wie ich den Eigenverbrauch möglichst optimal decke und gleichzeitig mit dieser Überkapazität auf dem Dach umgehe. Bei gutem Wetter kann ich zum Beispiel gezielt Energie in die Batterie laden.

Das bringt uns wiederum zur dynamischen Einspeisung. Ich könnte zum Beispiel bereits morgens um 6 Uhr Energie aus der Batterie ins Netz einspeisen und damit Platz im Speicher schaffen, damit ich die Produktionsspitze über Mittag wieder in die Batterie laden kann. Das hat zwar nicht direkt mit dem Eigenverbrauch zu tun, gehört aber in den gleichen Bereich der Steuerung.

Pascal: Ja, und genau das zeigt, dass das ganze Thema etwas komplexer ist. Je nach Projekt und Anwendung braucht es unterschiedliche Lösungen. Du hast es gerade angesprochen: Rein technisch können wir heute bereits, wenn der Speicher gross genug ist, rund um die Uhr Solarstrom einspeisen. Die Frage ist nur, ob sich das auch lohnt.

Dort gibt es aktuell noch regulatorische Fragezeichen. Darauf können wir später noch einmal genauer eingehen, auch im Hinblick auf die Änderungen ab 2027. Dann gibt es möglicherweise neue Möglichkeiten, Solarstrom auch dann attraktiver einzuspeisen, wenn die Sonne nicht scheint oder zumindest ausserhalb der eigentlichen Produktionszeiten.

Auch das gehört im weiteren Sinn zum Thema Eigenverbrauch. Am Ende geht es immer um die Frage: Was mache ich am sinnvollsten mit meinem selbst produzierten Solarstrom?

Dani: Du hast vorhin bereits gute Rechenbeispiele gemacht. Was bekomme ich überhaupt noch für den Strom, den ich ins Netz einspeise? Bei Industriebetrieben waren es zum Beispiel im zweiten Quartal 2026 gerade einmal 3,4 Rappen pro Kilowattstunde. Das ist praktisch nichts.

Pascal: Referenzmarktpreis.

Dani: Im dritten und vierten Quartal sehen wir dann wieder, wie sich die Preise entwickeln. Du hast gesagt: Wenn ich den Strom selber verbrauchen kann, spare ich am meisten. Dann kommen relativ schnell Themen wie vZEV und LEG ins Spiel. Damit könnte ich zum Beispiel auch meinem Nachbarn, der keine eigene Solaranlage hat, Strom liefern.

Auch das wäre eine Form von Eigenverbrauch. Über ELUVA kann ich diesen Strom entsprechend messen und über die Grid Meter erfassen. So kann ich meinem Nachbarn den Strom verkaufen und erhalte dafür mehr als die 3,4 Rappen, die ich sonst für die Einspeisung ins Netz bekommen würde.

Pascal: Ja, dafür haben wir inzwischen auch die ersten Projekte. Wir sprechen dabei von Eigenverbrauchsoptimierung über das gesamte LEG oder über den vZEV. Dafür brauchen wir schlussendlich Live Daten von den verschiedenen Standorten. Diese können wir über die Kundenschnittstelle auslesen. Mit einem kleinen Dongle oder G Plug spielen wir die Daten bei uns ins System ein.

Dann sagen wir unserem System: Optimiere den Eigenverbrauch nicht nur für mein eigenes Gebäude, sondern für das gesamte LEG. 

Dani: Das ist natürlich ebenfalls interessant. Bevor wir aber zu weiteren Gebäuden und zum Thema Peak Shaving kommen, stellt sich noch eine wichtige Frage: die Wirtschaftlichkeit. Speicher kann man theoretisch nie genug haben. Aber wie berechnen wir eigentlich, wie gross ein Speicher für ein Unternehmen sinnvollerweise sein sollte? Welche Methodik wenden wir an und wie kommen wir am Ende zu einem konkreten Ergebnis?

Pascal: Die Wirtschaftlichkeit bei der Eigenverbrauchsoptimierung ist tatsächlich nicht ganz einfach zu beurteilen. Eine ganz grobe Richtgrösse ist die Differenz zwischen meinem Strompreis beim Einkauf und der Vergütung, die ich für den eingespeisten Solarstrom erhalte. Liegt diese Differenz bei 20 Rappen oder höher, dann kann sich ein Speicher grundsätzlich bereits nur für die Eigenverbrauchsoptimierung lohnen.

Anders sieht es aus, wenn ein grosses Unternehmen seinen Strom bereits sehr günstig einkauft, zum Beispiel für 18, 19 oder 20 Rappen pro Kilowattstunde inklusive Energie, Netznutzung, Gebühren und weiteren Tarifen. Wenn man gleichzeitig noch 7 oder 8 Rappen für den eingespeisten Solarstrom erhält, beträgt die Differenz vielleicht nur noch rund 12 Rappen. Dann lohnt sich ein Speicher, zumindest ein grösserer Speicher, rein für die Eigenverbrauchsoptimierung oftmals nicht wirklich. Die Amortisationszeit liegt dann schnell bei 10, 12 oder 15 Jahren. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber in der Praxis sieht man häufig, dass dann nicht mehr investiert wird.

Es braucht also eine genügend grosse Preisdifferenz und der Speicher muss sinnvoll dimensioniert werden. Je grösser der Speicher wird, desto kleiner wird der zusätzliche Nutzen. Wenn ich zum Beispiel mit einem ersten Batterieschrank den Eigenverbrauchsanteil bei einem mittleren Gewerbebetrieb von 25 auf 45 Prozent erhöhe, habe ich 20 Prozentpunkte gewonnen.

Mit einem zweiten Batterieschrank gewinne ich wahrscheinlich nicht nochmals 20 Prozentpunkte, sondern vielleicht noch 15. Dann lande ich bei rund 60 Prozent. Dort muss ich mir bereits überlegen, ob sich die zusätzliche Investition noch lohnt. Mit einem dritten Batterieschrank komme ich vielleicht nur noch auf 70 Prozent. Dieser zusätzliche Speicher ist dann wahrscheinlich nicht mehr wirtschaftlich.

Man muss also immer das Optimum suchen und schauen, an welchem Punkt auf dieser Kurve das beste Verhältnis zwischen Investition und zusätzlichem Nutzen liegt. Dabei spielen nicht nur die Kosten der Batterie eine Rolle, sondern auch die Kosten für den Anschluss durch den Elektriker.

Dani: Und genau deshalb wollen wir den Betrieb kennen. Das ist ja eines unserer grossen Credos bei ELUVA. Die Rechnung, die du jetzt gemacht hast, ist zunächst einmal theoretisch. Aus der Praxis betrachtet müssen wir aber wissen, wann und wie ein Betrieb seinen Strom verbraucht. Das entscheidet natürlich mit darüber, ob sich ein Speicher lohnt. Wenn ein Betrieb zum Beispiel morgens um 5 Uhr bereits sehr viel Strom benötigt, diesen Bedarf aber später über die Solarproduktion wieder ausgleichen kann, wird die Rechnung mit einer Batterie entsprechend interessanter.

Deshalb gehört auch der zeitliche Verlauf des Stromverbrauchs in die Berechnung hinein. Genau hier ist unser Lastgang Simulationstool sehr hilfreich. Damit können wir simulieren, wann wie viel Strom fliesst, wie viel Batteriekapazität sinnvoll eingesetzt werden kann und welche Rentabilität daraus entsteht.

Pascal: Absolut. Man kann sogar sagen: Je mehr Strom ein Betrieb ausserhalb der Zeiten mit Solarproduktion verbraucht, desto einfacher lässt sich ein Batteriespeicher allein mit der Eigenverbrauchsoptimierung wirtschaftlich betreiben.

Dani: Wieder zurück zu unseren Lastwagen: Sie kommen am Abend zurück und müssen danach geladen werden. Wenn ich einen Zwischenspeicher habe, in dem ich den Solarstrom tagsüber speichern kann, steht mir dieser günstige Strom später für das Laden der Lastwagen zur Verfügung.

Pascal: Wenn ich die Batterie jeden Tag einmal laden und wieder entladen kann, amortisiert sie sich entsprechend schneller. Dann kann man auch mit reiner Eigenverbrauchsoptimierung auf eine Amortisationszeit von rund acht Jahren kommen. Und damit wird es bereits spannend. Wenn man den Speicher zusätzlich noch mit weiteren Funktionen kombiniert, wird es richtig attraktiv. Genau darauf kommen wir jetzt gleich zu sprechen. Eine solche Kombination ist zum Beispiel Peak Shaving, gerade bei Unternehmen immer wieder ein wichtiges Thema.

Dani: Das ist ein grosses Thema. Letztes Mal haben wir fast ausschliesslich über Peak Shaving gesprochen und das Thema Eigenverbrauch nur am Rand gestreift. Jetzt führen wir diese beiden Themen zusammen. Du hast gesagt, dass wir bei reiner Eigenverbrauchsoptimierung im Schnitt auf eine Amortisationszeit von rund acht Jahren kommen können. Wenn wir zusätzlich noch Peak Shaving einsetzen, wird es natürlich noch spannender. Auch hier kommt wieder unsere Working Time ins Spiel. Wann arbeitet der Betrieb und zu welchen Zeiten wird wie viel Energie benötigt?

Jetzt kommt ein weiterer wichtiger Punkt dazu. Wenn ich gleichzeitig auch noch die Kosten meiner Leistungsspitzen reduzieren kann, werden die Ladestrategien deutlich komplexer. Denn dann habe ich zusätzlich den Peak, der mich beim Laden begrenzt. Machen wir wieder ein Beispiel: Ich müsste rund ein Megawatt in die Batterie laden. Gleichzeitig läuft Peak Shaving und sorgt dafür, dass ich am Netz nie mehr als 200 Kilowatt beziehe. Ohne diese Begrenzung hätte ich vielleicht 600 oder 700 Kilowatt und müsste dafür entsprechend hohe Leistungskosten bezahlen.

Das Peak Shaving Modul begrenzt den Netzbezug also auf 200 Kilowatt. Gleichzeitig muss ich aber bis zum nächsten Morgen, zum Beispiel wegen einer schlechten Wetterprognose, genügend Energie für den Eigenverbrauch oder für das Peak Shaving in der Batterie haben. Genau deshalb stellen wir bei ELUVA nicht einfach pauschal ein, dass zum Beispiel 30 Prozent der Batterie für Peak Shaving reserviert sind. Wir wollen den Betrieb kennen. Wir schauen uns an, wie viel Energie in welcher Stunde vom Dach kommt, wie gross das Delta zum Verbrauch ist und wie wir dieses Delta durch gezieltes Vorladen abdecken können.

Vorhin haben wir über günstige Strompreise in der Nacht gesprochen. Wenn ich aber aufgrund des Peak Shavings maximal mit 200 Kilowatt laden darf, kann es sein, dass ich fünf Stunden brauche, um den Speicher auf den benötigten Stand zu bringen. Genau dadurch wird auch die Wirtschaftlichkeitsberechnung noch interessanter, weil wir mit dem gleichen Speicher zusätzliche Kosten reduzieren können.

Pascal: Und wir sind dabei natürlich auch ein Stück weit darauf angewiesen, dass der Kunde die notwendigen Informationen liefert und die entsprechenden Einstellungen vornimmt, zum Beispiel im Working Time Planer. So ein System kann man nicht einfach nach dem Free Jazz Prinzip installieren und dann erwarten, dass es automatisch optimal funktioniert. Je genauer wir den Betrieb kennen, desto gezielter können wir das System darauf einstellen.

Dani: Genau das ist auch der springende Punkt, weshalb es bei ELUVA die beiden Methoden Basic Preload und Dynamic Preload gibt. Beim Basic Preload würde das System zum Beispiel sagen: Die Arbeitszeit ist vorbei, es ist 18 Uhr, jetzt beginne ich mit dem Laden. Dann lädt die Batterie mit 200 Kilowatt und ist vielleicht bereits um 22.30 Uhr vollständig geladen. Danach wird das Netz entsprechend weniger belastet.

Der Dynamic Preload würde hingegen nicht einfach sofort mit 200 Kilowatt laden, sondern die notwendige Energie über die ganze Nacht verteilen. Dann lädt die Batterie vielleicht mit 50, 70 oder 80 Kilowatt bis zum nächsten Arbeitsbeginn. Das schont das Netz deutlich stärker. Wenn zusätzlich unser Einkaufsmodul für dynamische Strompreise eingesetzt wird, kann das System natürlich auch gezielt diejenigen Stunden auswählen, in denen der Strom am günstigsten eingekauft werden kann.

Pascal: Und genau diese verschiedenen Faktoren können parallel optimiert und aufeinander abgestimmt werden.

Dani: Und das muss jeden Tag neu berechnet werden. Denn wir haben es in den letzten Episoden bereits gelernt: Am Ende können 15 Minuten darüber entscheiden, wie hoch meine Kosten für den ganzen Monat ausfallen.

Pascal: Und das kann man bei uns über das ELUVA Kundenportal einstellen?

Dani: Das muss man zu Beginn unbedingt gemeinsam besprechen und definieren.

Pascal: Genau. Und wir unterstützen natürlich dabei.

Dani: Wir sehen also, dass Eigenverbrauch und Peak Shaving sehr eng ineinandergreifen und entsprechend priorisiert werden müssen. Genau deshalb ist die intelligente Nachkalkulation so wichtig, sei es aufgrund des Wetters im Viertelstundentakt oder aufgrund des tatsächlichen Verbrauchs. Wir arbeiten zum Beispiel mit Prognosen und sagen: In dieser Stunde erwarten wir einen Verbrauch von 400 Kilowattstunden. Jetzt kann es aber sein, dass der Betrieb sehr viel Arbeit hat und bereits in der ersten Stunde 500 Kilowattstunden verbraucht. Dann liegen wir schon 100 Kilowattstunden hinter der Prognose. Genau solche Abweichungen gehen bei vielen EMS schnell vergessen. Der tatsächliche Verbrauch kann über oder unter der Prognose liegen. Dasselbe gilt für die Solarproduktion. Auch sie kann höher oder tiefer ausfallen als erwartet.

Eine kleine Anekdote dazu: Wir können beste Wetterprognosen haben. Wenn es in der Nacht aber noch zwei Zentimeter schneit, kann für 8 Uhr morgens Solarproduktion prognostiziert sein und trotzdem kommt vom Dach nichts. Bei ELUVA ist das eine Alarmsituation. Dann muss sofort reagiert werden und man kann nicht einfach abwarten, ob der Schnee vielleicht noch schmilzt. Wenn wir unter der Prognose liegen, werden entsprechende automatische Alarme ausgelöst. Dann wissen wir, dass wir sofort reagieren müssen, damit uns später nicht die notwendige Energie fehlt.

Sehr spannend. Ich glaube, damit haben wir das Thema Eigenverbrauch relativ gut abgebildet. Oder kommt dir noch etwas in den Sinn, das wir vergessen haben?

Pascal: Wichtig ist vor allem, dass man sich die Situation, wie wir am Anfang gesagt haben, wirklich genau anschaut und analysiert. Dann können wir auch gezielt Auskunft geben. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die Eigenverbrauchsoptimierung so umzusetzen, dass Solaranlage und Batteriespeicher am Ende auch wirtschaftlich betrieben werden können.

Dani: Dazu sage ich nur noch einmal: unser Lastgang Tool. Wir machen Lastganganalysen und genau das ist wichtig. Wenn der Kunde Viertelstundenwerte seines Betriebs hat, können wir sehr genau berechnen, ob die Amortisationszeit zum Beispiel bei 5,6 Jahren, 6 Jahren oder 7 Jahren liegt. Das können wir dann schwarz auf weiss anhand seines heutigen Verbrauchsverhaltens belegen. Ist das korrekt?

Pascal: Das ist korrekt.

Dani: Gut, dann kommen wir zu unseren Abschlussfragen. Wie immer stelle ich ein paar Fragen und du gibst eine kurze Antwort. Was wird bei der Eigenverbrauchsoptimierung am meisten unterschätzt?

Pascal: Die Komplexität und auch die Erwartung, dass man mit einem genügend grossen Speicher irgendwann einfach auf 100 Prozent Eigenverbrauch kommt. Das ist in der Praxis kaum erreichbar und physikalisch wahrscheinlich nie vollständig möglich.

Dani: Braucht ein Unternehmen überhaupt einen Batteriespeicher?

Pascal: Das kann man so nicht pauschal sagen. Aber mit einer Solaranlage in Kombination kann es sehr wohl sehr viel Sinn machen.

Dani: Wie wichtig ist die intelligente Verschiebung des Verbrauchs? Wir haben es mit dem Working Time Planer bereits angesprochen: All about Timing.

Pascal: Essenziell. Wir müssen wissen, was in den nächsten 24 Stunden passiert. Ohne diese Informationen ist eine wirklich gute Eigenverbrauchsoptimierung schlichtweg nicht möglich.

Dani: Was ist interessanter? Viel mehr PV auf dem Dach zu haben, eine viel grössere Batterie zu haben oder alles intelligent zu steuern?

Pascal:  Ich würde am liebsten immer alles gemeinsam betrachten. Nur einen einzelnen Bereich auszubauen und die anderen Faktoren dabei nicht zu berücksichtigen, ist aus meiner Sicht nie ein guter Plan.

Dani: Wo geht die Reise in den nächsten fünf Jahren zu diesem Thema hin?

Pascal: Ganz klar in Richtung dynamische Strompreise und dynamische Einspeisevergütung. Entsprechend müssen auch die Berechnungen und die gesamte Eigenverbrauchsoptimierung immer dynamischer werden. Die einfachen Eigenverbrauchsoptimierungstools, wie man sie vor zehn Jahren kannte und wie sie teilweise auch heute noch standardmässig in Batteriespeichern integriert sind, sind sehr basic. Diese Lösungen werden mit der Zeit an Bedeutung verlieren.

Dani: Ich würde sagen, für heute haben wir genug über das Thema Eigenverbrauch gesprochen. Gleichzeitig bringt uns das direkt zu den nächsten Themen. Dynamische Strompreise und die dynamische Abregelung von Solaranlagen über Mittag sind grosse Themen, die wir uns in den nächsten Folgen genauer anschauen müssen.

In diesem Sinne: Vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen. Wir hoffen, ihr konntet auch etwas mitnehmen und lernen. Fragen wie immer gerne in die Kommentare. Wir sind gespannt auf eure Rückmeldungen und greifen eure Fragen auch gerne in einer der nächsten Folgen auf. Schreibt uns, bleibt dran und erzählt es weiter. Tschüss.

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