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Product Feed Strategie 2026: Von Google Shopping zu KI-Agenten

Zweiblog Episode #19: Dani und Erich sprechen über neue EU-Pläne zu Cookie-Bannern, die Bedeutung von klarer Markenkommunikation im KI-Zeitalter sowie über Product Feeds als zentrale Umsatzbasis für E-Commerce und Agentic Commerce.

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Vereinfachung von Cookie-Bannern in der EU

Die EU-Kommission plant, Cookie-Regelungen zu vereinfachen. Consent-Einstellungen sollen künftig im Browser gespeichert werden. Das reduziert Klick-Hürden für Nutzer und verbessert die Customer Journey. Für Schweizer Unternehmen mit EU-Bezug kann das zu weniger Absprüngen und besseren Conversion Rates führen.

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KI bevorzugt detaillierte Falschinformationen

Ein Experiment zeigt, dass KI ausführliche, aber falsche Markengeschichten eher übernimmt als kurze, korrekte Fakten. Unternehmen müssen ihre Geschichte selbst klar, präzise und detailliert erzählen, um Sichtbarkeit, Vertrauen und Leads zu sichern und Fehlinformationen zu vermeiden.

Hauptthema

Product Feeds sind strukturierte Produktdaten, die Plattformen wie Google oder Marktplätze nutzen. Ohne saubere, aktuelle Feeds sind Produkte für Suchmaschinen und KI-Agenten faktisch unsichtbar. Im Agentic Commerce werden diese Daten zur entscheidenden Basis für Reichweite, Kaufentscheidungen und zukünftige Marktanteile.

Fazit

  1. Weniger Klick-Hürden und saubere Daten steigern Conversion und Umsatz.
  2. Detaillierter, präziser Content sichert die Deutungshoheit über die eigene Marke.
  3. Aktuelle, vollständige Product Feeds sind Pflicht, um in KI-gestützten Einkaufsprozessen sichtbar zu bleiben.

Tooltipp

Ein AI- und SEO-Bot-Crawling-Checker prüft, ob KI- und Suchmaschinen-Bots auf die eigene Website zugreifen können. So lassen sich unbeabsichtigte Sperren erkennen und gezielt steuern. Das ist zentral, damit guter Content auch von KI und Suchmaschinen gefunden wird.

24:46min
Google Update 2026 - was Du als Schweizer KMU wissen musst - Gemini - UCP - GEO
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Google Update 2026 - was Du als Schweizer KMU wissen musst - Gemini - UCP - GEO

Zweiblog Episode #18: Dani und Erich diskutieren den Gewinn von Marktanteilen von Gemini, das Joint-Abkommen von Google mit Apple, Inputs von Google in Bezug auf die GEO-Optimierung und was das Universal Commerce Protocol heisst.
31:46min
zweiblog episoden #17 Digital Marketing Trends 2026 für die Schweiz
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Digital Marketing Trends 2026 für die Schweiz

Dani und Erich starten ins Jahr 2026 und sprechen über Temu und Schweizer Händler, neue Marketing-Studien, KI-Strategien, Regulierung, Datenschutz, Cybersecurity sowie einen Ausblick auf die wichtigsten Digital- und IT-Themen für KMUs im Jahr 2026.
31:42min
Agentic Shopping Update mit ChatGPT und KI-SEO
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Agentic Shopping Update mit ChatGPT und KI-SEO

Episode #16 – Dani und Erich sprechen darüber wie der neue Google-KI-Modus die SEO-Welt auf den Kopf stellt, warum Datenqualität wichtiger wird als klassischer Content – und wie KI-Agenten schon bald selbstständig für uns einkaufen. Dazu gibt es ein Update zu Agentic Commerce, spannende Beispiele aus den USA und klare Empfehlungen, wie Unternehmen sich jetzt auf die KI-Zukunft vorbereiten sollten.

FAQ

Welche Auswirkungen hat die geplante Vereinfachung der EU-Digitalregeln auf Schweizer KMUs?

Die geplante Vereinfachung der EU-Digitalregeln reduziert regulatorische Hürden für Schweizer KMUs, da viele Unternehmen faktisch EU-Standards einhalten müssen und dadurch weniger Reibung in Marketing, Vertrieb und Kundeninteraktion entsteht.

Wie beeinflusst die Reduktion von Cookie-Bannern die Conversion-Rate von Schweizer Websites?

Die Reduktion von Cookie-Bannern verkürzt den Weg zum Content, senkt die Absprungrate und erhöht messbar die Conversion-Rate, da weniger Unterbrechungen in der Customer Journey auftreten.

Warum ist das geplante Gesetz für digitale Fairness wirtschaftlich relevant für Schweizer Unternehmen?

Das geplante Gesetz für digitale Fairness stärkt das Vertrauen der Nutzer, was zu höheren Warenkörben und einer besseren Kundenbindung führt, da transparente digitale Prozesse als kaufentscheidend wahrgenommen werden.

Welchen kommerziellen Nutzen bringt die EU Business Wallet für Schweizer Exporteure?

Die EU Business Wallet ermöglicht rechtssichere, digitale Vertragsabschlüsse ohne Medienbrüche und verkürzt dadurch Sales-Zyklen im internationalen B2B-Geschäft deutlich.

Warum stellen detaillierte KI-generierte Falschmeldungen ein Risiko für Schweizer KMUs dar?

Detaillierte KI-generierte Falschmeldungen verdrängen vage Fakten in KI-Antwortsystemen und können die Markenwahrnehmung nachhaltig schädigen, wenn Unternehmen ihre eigene Geschichte nicht aktiv kontrollieren.

Welche Rolle spielt KI bei Kaufentscheidungen im digitalen Markt?

KI fungiert zunehmend als vorgelagerte Antwortmaschine vor dem Website-Besuch und beeinflusst Kaufentscheidungen, indem sie Markeninformationen aggregiert und priorisiert.

Weshalb reichen generische Marketingaussagen für die Sichtbarkeit in KI-Systemen nicht mehr aus?

Generische Marketingaussagen werden von KI-Modellen als irrelevant gefiltert, da spezifische, überprüfbare Informationen gegenüber allgemeinen Werbeversprechen bevorzugt werden.

Welche strategische Bedeutung haben defensive FAQs für Schweizer Unternehmen?

Defensive FAQs sichern die Deutungshoheit über die eigene Marke, schliessen Informationslücken und reduzieren das Risiko von KI-Halluzinationen, was direkt den digitalen Marktzugang schützt.

Was ist ein Product Feed und warum ist er für Schweizer KMUs geschäftskritisch?

Ein Product Feed ist eine strukturierte Liste aller Produktdaten und bildet die Grundlage für Sichtbarkeit in Suchmaschinen, Marktplätzen und KI-Systemen, ohne die ein Produkt digital kaum existiert.

Welche Mindestanforderungen muss ein Product Feed erfüllen, um Umsatz zu generieren?

Ein umsatzwirksamer Product Feed benötigt eindeutige Identifikatoren wie GTIN oder MPN, korrekte Preise, Verfügbarkeiten und hochwertige Bilder, da Plattformen sonst Produkte ablehnen oder abwerten.

Wie senkt ein qualitativ hochwertiger Product Feed die Akquisitionskosten?

Ein qualitativ hochwertiger Product Feed erhöht die Anzeigenrelevanz und Klickrate, was die Kosten pro Klick senkt und die Effizienz des Werbebudgets verbessert.

Welche Rolle spielt der Product Feed im Kontext von Agentic Commerce?

Der Product Feed dient als maschinenlesbare Entscheidungsgrundlage für KI-Agenten und bestimmt, ob Produkte bei autonomen Kaufprozessen überhaupt berücksichtigt werden.

Warum ist die Zugänglichkeit für KI- und SEO-Bots für Schweizer KMUs entscheidend?

Die Zugänglichkeit für KI- und SEO-Bots entscheidet darüber, ob Inhalte von Antwortsystemen gelesen und empfohlen werden, was direkt die Sichtbarkeit und den Umsatz beeinflusst.

Welche technischen Blockaden verhindern die Lesbarkeit für KI-Modelle?

Blockaden durch robots.txt, Web Application Firewalls oder JavaScript-basierte Inhalte können KI-Modelle vollständig ausschliessen und damit einen wichtigen Vertriebskanal kappen.

Welchen Nutzen bietet ein AI- & SEO-Bot-Crawlability-Test für Geschäftsführer?

Ein AI- & SEO-Bot-Crawlability-Test zeigt sofort auf, ob digitale Inhalte für KI-Agenten zugänglich sind und liefert eine Entscheidungsgrundlage für technische und strategische Anpassungen.

Wann ist das bewusste Blockieren von KI-Bots eine sinnvolle Strategie?

Das bewusste Blockieren von KI-Bots ist sinnvoll, wenn besonders wertvoller Content geschützt werden soll und der Ausschluss Teil einer klar definierten Daten- und Distributionsstrategie ist.

Welche Auswirkungen hat die geplante Vereinfachung der EU-Digitalregeln auf Schweizer KMUs?

Die geplante Vereinfachung der EU-Digitalregeln reduziert regulatorische Hürden für Schweizer KMUs, da viele Unternehmen faktisch EU-Standards einhalten müssen und dadurch weniger Reibung in Marketing, Vertrieb und Kundeninteraktion entsteht.

Transkript Zweiblog Episode 19

Dani: Herzlich willkommen zur Ausgabe Nummer 19 von unserem Zweiblog. Legen wir doch gleich los. Wir haben heute wieder spannende Themen für euch.

Erich: News Nummer 1. Eine EU-Kommission plant die Vereinfachung der digitalen Regelungen bezüglich Cookie-Banner. So wie es aussieht und laut verschiedenen Medienberichten, die wir gesehen haben, ist die EU-Kommission dabei, die gesamte Cookie-Regelung zu überarbeiten. Konkret geht es darum, dass künftig die Consent-Präferenzen im Browser gespeichert werden sollen, damit die Cookie-Fenster nicht mehr ständig aufpoppen. Das klingt für Nutzerinnen und Nutzer zwar angenehm, stellt jedoch die Frage, was dies für Unternehmen beziehungsweise für den kommerziellen Bereich bedeutet.

Dani: Ja, absolut! Das ist ein massiver Hebel für die Customer Journey. Da Schweizer Unternehmen häufig faktisch mit der EU zu tun haben und entsprechend auch EU-Standorte unterhalten, fallen hier kritische Klick-Barrieren zwischen der Marke und den Kunden weg.

Erich: Was das heisst? Weniger Hürden? Aber wie wirkt sich das dann auf den Umsatz aus? Entscheidend ist die Conversion Rate und nicht irgendwelcher spielerischer Nebeneffekt.

Dani: Denk an Funnel: Jeder Klick weniger, bis der Content da ist, senkt dementsprechend die Absprungrate.

Erich: Wir sind gespannt, was hier noch weiter passiert. Das ist eine interessante Bewegung, die ich von meiner Seite nicht erwartet hätte. Wir werden euch auf dem Laufenden halten. Den ganzen Artikel, die weiteren Details haben wir in den Shownotes verlinkt. Es gibt auch weitere Themen, die Behandlung betreffen, wie Personendaten verarbeitet werden dürfen oder auch zum Thema KI-Training mit Personendaten. Dort sollen Änderungen in der Gesetzgebung gemacht werden.

Dani: Sobald wir mehr wissen und was ihr aktiv unternehmen könnt, halten wir euch auf dem Laufenden. Kommen wir zu der News Nr. 2: Ein Experiment zeigt, dass KI eindeutig detaillierte Falschmeldungen gegenüber vagen Fakten bevorzugt. Matthäus von AHRF hat nachgewiesen, dass KI-Modelle erfundene Markengeschichten als wahr ausgeben, sofern diese ausreichend detailliert dargestellt sind. Erich, ist das für uns relevant oder lediglich eine technische Spielerei?

Erich: Das ist für Unternehmen hoch relevant. Es geht dabei nicht um Technik, sondern um die Kontrolle der Markenwahrnehmung. Wenn ein Unternehmen seine eigene Geschichte nicht selbst klar und detailliert erzählt, dann tut es irgendwann jemand anderes und häufig falsch.

Dani: Wenn ich das Experiment einordne: Wenn ich einer KI eine lange, falsche Geschichte erzähle, dann nimmt sie diese als wahr an, weil viele, wenn auch falsche Fakten, darin enthalten sind. Muss ich das so verstehen?

Erich: Das hat Matthäus in seinem Experiment gemacht.

Dani: Und das heisst aber auch, dass, wenn ich als Marke nur etwas Kurzes über mein Produkt schreibe und jemand anderes eine ausführliche Geschichte darüber verfasst, diese Inhalte zunächst als glaubwürdiger erscheinen.

Erich: Es ist nicht immer hundertprozentig so, aber die KI bezieht dann andere Quellen mit ein. Das war ein Experiment, das genau das belegen wollte.

Dani: Dann frage ich mich natürlich, wo ist da der Return on Investment? Denn das schmeckt für mich eindeutig danach, dass ich viel mehr Ressourcen binden muss, eben richtig gute Geschichten zu schreiben, und nicht nur einen kurzen Marketingtext. Wirkt sich das dann auch auf die Verkäufe aus?

Erich: Das sichert den digitalen Marktzugang. Die KI funktioniert dort immer mehr als Antwortmaschine und auch bei Kaufentscheidungen. Das Experiment hat gezeigt, dass detaillierte Geschichten über vage Fakten gewinnen, wenn ich das nicht detailliert ausformuliere. Wer das nicht macht, der verliert den Job, den letzten Klick und damit auch den Lead.

Dani: Das heisst, unsere klassische Swiss-Quality-Broschüre auf der Webseite reicht einfach nicht mehr aus, diese Reichweite zu generieren, oder?

Erich: Generische Aussagen werden wie Rauschen ausgefiltert. Um Verkauf oder Traffic zu fördern, muss ich diese Informationen mit präzisen Inhalten und Informationen füllen, bevor das Dritte mit Fehlinformationen macht.

Dani: Wir müssen also die Deutungshoheit von unserem Content behalten. Was sind denn hier die drei Hebel dem Geschäftsführer zu sagen: «Hey, hier musst du jetzt daran arbeiten, um die Sichtbarkeit und eben auch nachfolgend den Umsatz zu sichern.».

Erich: Ein Punkt sind FAQs: Ich kann in den Text auf solche Themen eingehen. Dinge, die ich als Firma nicht gut mache, kann ich in den FAQs verteidigen, ausformulieren und richtigstellen. Das beugt dann auch Halluzinationen der KI vor.

Dani: Und zweitens?

Erich: Keine generischen Texte schreiben. Anstatt lediglich das Wort «Markt» zu verwenden, sollte man beispielsweise formulieren: Bei uns, konkret bei der TYPO3 Agentur in Sissach mit 28 Jahren Erfahrung…

Nicht mit Phrasen oder Schlagwörtern arbeiten, sondern bewusst spezifische und präzise Texte verwenden. Ich bevorzuge und zitiere dabei konkrete Inhalte gegenüber allgemeiner Marketingsprache.

Dani: Und was würdest du als dritten Punkt für diesen Business Case nennen?

Erich: Die Analyse und Monitoring von Drittplattformen. Man weiss, dass KI extrem starke Fachartikel oder Fachzeitschriften und Foren betreibt, berücksichtigen oder darauf vertrauen. Reddit ist ein Forum, welches ein extremes Gewicht auf das, was KI mit dem Inhalt macht, hat. Sie monitoren, schauen, was darin passiert und werden aktiv und schreiben dort Texte.

Dani: Aktiv werden heisst, ich gehe selbst vor einen Beitrag hinein?

Erich: Ich mache das ab und zu. Es gibt ein TYPO3-Forum auf Reddit, in dem wir mit einem CS2-Account vertreten sind. Dort kommentiere ich bewusst mit diesem CS2-Account, weil die Aussagen dort mehr Gewicht haben, als wenn du anonym oder als KI antwortest.

Dani: Dann kommentierst du. Aber kann ich bei Reddit auch sagen, ich lege dir über mein Produkt ein Forum an? Würde das etwas bringen?

Erich: Ja, das kann man dort machen – über eigene Produkte, als Unternehmen oder für einen bestimmten Produktbereich. Das muss jedoch inhaltlich sauber begründet sein und auf einer nachvollziehbaren Logik basieren, gegebenenfalls auch mit einer klaren wirtschaftlichen Rechnung dahinter.

Eher übergeordnet gedacht geht es weniger um die Firma selbst, sondern um Fragestellungen wie: Wie finde ich den besten Computer? Oder, welcher Gaming-Computer ist der richtige? Je nach Thema, das einen gerade beschäftigt. Innerhalb solcher Diskussionen wird das Thema dann abgehandelt, ohne direkt oder zu spezifisch auf das eigene Unternehmen bezogen zu sein.

Dani: Gut, das ist sehr spannend und man sieht, dass es nicht nur von der eigenen Webseite abhängig ist, sondern Reddit und Co. sind auch massgebend. Ich muss sie monitoren und das ist nochmal eine Dimension mehr, die man in Betracht ziehen kann.

Kommen wir zum Hauptthema. Heute haben wir richtig Speed drauf: Product Feeds und die Ära von Agentic Commerce. Heute besprechen wir eher etwas Technisches, aber es ist tatsächlich sehr wichtig, das einmal technisch zu behandeln und an der einen oder anderen Stelle etwas näher zu bringen. Auch wenn es ein wenig technisch ist, hilft es dennoch, denn im Kern ist es ein reines Umsatzthema: der Product Feed.

Zusammengefasst handelt es sich um eine strukturierte Datenliste mit allen Produktinformationen, die ich als Produzent oder als Webseitenbetreiber habe. Diese Product Feeds, also die Produktdetail-Listen, gebe ich dann an Google weiter. Und jetzt?

Erich: Wichtig ist, dass wir in den letzten paar Mal über ACP, UCP und das Universal Commerce Protocol gesprochen haben. Dabei sind immer wieder die Themen Produktdaten und Product Feeds aufgekommen. Genau deshalb ist dieses Thema nun auf der Agenda gelandet.

Für KMU in der Schweiz ist in Bezug auf Product Feeds Folgendes entscheidend: Wenn ihr keinen Product Feed habt oder diesen nicht korrekt pflegt, dann existiert euer Produkt in der Wahrnehmung von Google, von KI-Systemen, von Suchmaschinen oder von anderen relevanten Plattformen faktisch nicht.

Dani: Das ist nichts, was ich auf der Webseite habe, sondern mit den Daten, die ich auf der Webseite habe, erstelle ich den Product-Feed und übermittle ihn. So verstehe ich es richtig.

Einfach, damit alle das richtig einordnen können, insbesondere diejenigen, die davon vielleicht noch nicht so viel verstehen. Wofür wird dieser Feed konkret gebraucht, wenn ich ihn Google zur Verfügung stelle? Denn es ist ja nicht so, dass Google auf meine Seite kommt und sich die Produkte anschaut, sondern ich liefere diesen Product Feed aktiv aus.

Ist das nicht nur eine technische Spielerei, die ich betreibe und nochmals irgendwohin schicke, wo letztlich jemand ein hartes Geschäft im Nutzen daraus zieht?

Erich: Es geht darum, dass all jene Tools, die ein Interesse daran haben, deine Produkte anzuzeigen, sonst jedes Mal deine Webseiten vollständig scannen müssten: alle Produkte analysieren, feststellen, was sich geändert hat, welche Produkte neu sind, welche weggefallen sind und wo sich Preise verändert haben.

Genau aus diesem Grund gibt es das, was man einen „Product Feed“ nennt. Dieser strukturierte Datenexport ist unter anderem die Voraussetzung dafür, dass deine Produkte überhaupt bei Google Shopping angezeigt werden können.

Bezahlte Werbung in Google mit Produkten, aber auch für Google Shopping, wo unbezahlte Produkte drin sind, wo Produktevergleiche gemacht werden. Es gibt jedoch auch andere Tools, wie beispielsweise Aggregatoren, bei denen ich den Product Feed einliefere. Diese bereiten die Daten anschliessend weiter auf, zum Beispiel für die Ausspielung auf Marktplätzen.

Wenn ich bei Galaxus oder auf Amazon oder Brack verkaufe, dann kann ich über Aggregatoren den Produktfeed liefern und die splitten das auf und bereiten es für die verschiedenen anderen Empfänger auf. Was auch in diesem Product Feed ist, dass ich die Preise und Bestände darüber aktualisieren kann.

Wenn ich nun mehrmals pro Tag den Preis ändere oder den Preis über Nacht anpasse, was bei Händlern häufig der Fall ist, kann ich diese Änderungen über den Product Feed an Google übermitteln. Dadurch erscheinen in den Anzeigen stets aktuelle Preise oder aktuelle Bestände. Gerade Google reagiert sehr sensitiv darauf, wenn diese Daten nicht aktuell sind.

Sobald eine Differenz zwischen der Anzeige (Ad) und dem Preis auf der Website besteht, wird die Anzeige von Google in der Regel deaktiviert.

Dani: Das klingt nach: "Ich kaufe hier Reichweite". Was sind die Voraussetzungen, wenn ich einen solchen Feed habe? Was muss ich technisch liefern, damit ich mit diesem Feed Geld verdiene? Du hast gerade gesagt, ich kann Google ein Feed geben, ich kann Galaxus ein Feed geben. Das sind zwei verschiedene Feeds. Wo verdiene ich mit diesem Feed Geld?

Erich: Ein wichtiger Punkt ist, welche Informationen in diesen Daten zwingend enthalten sein müssen, insbesondere die GTIN. Das steht für Global Trade Item Number. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um einen weltweit eindeutigen Identifikator für einen Artikel. Dieser ermöglicht es beispielsweise Google Shopping, Produkte eindeutig zu erkennen und miteinander zu vergleichen.

Wenn ich ein Produkt suche, muss ich sicherstellen können, dass es sich tatsächlich um dasselbe Produkt handelt, das ich vergleiche. Dafür dienen unter anderem die Herstellernummern, auch MPN genannt.

Was es darüber hinaus in den Produktdaten braucht, sind der Name des Produkts, der Preis, die Verfügbarkeit und natürlich auch hochwertige Bilder, die zu diesem Produkt passen. Ohne diese Informationen kann ich die Daten weder korrekt in einen Product Feed einpflegen noch über den Product Feed übermitteln.

Jetzt schaut man häufig auf den Mehrwert, der damit generiert werden soll, und setzt dabei eine wirtschaftliche Brille auf. Denn es ist ja relativ aufwendig, diese Daten sauber zu pflegen. Die zentrale Frage lautet daher: Lohnt sich dieser Aufwand für Unternehmen?

Dani: Natürlich, wenn die Datenqualität stimmt, und das sagen wir immer wieder, dann steigt natürlich die Anzeigerelevanz und auch die Klickrate. Das senkt dementsprechend auch die Akquisitionskosten. Ein sauberer Feed ist kein Kostenfaktor, sondern eigentlich ein zusätzlicher Umsatzhebel.

Erich: Wie mache ich das als KMU, ohne eine riesige IT-Abteilung aufzubauen?

Dani: Für den Product Feed nutzt man in der Regel Standard-Tools. Gerade bei Magento gibt es entsprechende Extensions im Shop-System. Man baut einen solchen Feed nicht von Grund auf selbst, da dort auch zahlreiche Einstellungen vorgenommen werden müssen.

In der Regel lässt sich konfigurieren, welche Daten in welchen Feed ausgegeben werden sollen. Auf diese Weise kann die Datenqualität der Produkte strukturiert, konsistent und einheitlich übermittelt werden.

Erich: Die Artikel selbst ändern sich in der Regel nur bei eher statischen Informationen, beispielsweise wenn ein Schreibfehler im Produkttitel korrigiert wird. Daneben gibt es jedoch auch dynamische Daten, wie etwa Preise oder Verfügbarkeiten.

Die Frage ist daher: Wie gehe ich damit um? Ich kann die Preise ja nicht manuell im Product Feed aktualisieren, da dies weder praktikabel noch effizient wäre.

Dani: Darum braucht es hier Automatisierung. Man kann den Feed zwar theoretisch in einem Texteditor erstellen, sinnvoll ist jedoch eine automatisierte Lösung, damit die Daten laufend synchronisiert werden können. Dieser Sync muss, je nach Produkt und Geschäftsmodell, täglich, stündlich oder sogar häufiger erfolgen, damit Preise und Lagerbestände jederzeit aktuell, konkret und korrekt sind.

Veraltete Daten führen sehr schnell zu Problemen, bis hin zu Account-Sperrungen bei Google. Wie bereits erwähnt, werden Anzeigen deaktiviert, sobald Preis- oder Bestandsangaben nicht mit den Daten auf der Website übereinstimmen. Das Ganze muss daher sauber aufeinander abgestimmt und orchestriert sein.

Lasst uns in diesem Zusammenhang den Blick nach vorne richten. Wir sprechen ja immer wieder von „Agentic Commerce“, also von KI-Agenten, die autonom Produkte für Kundinnen und Kunden einkaufen. Welche Auswirkungen hat das auf den Product Feed? Und was hat der Product Feed überhaupt mit dieser Entwicklung zu tun?

Erich: Indem wir von „jemand filtert und klickt“ zu „der Agent wählt alles aus“ wechseln, muss der Feed zwingend maschinenlesbar sein. Es reicht nicht mehr, dass die Informationen nur für Menschen verständlich sind, sondern sie müssen auch für KI-Modelle klar strukturiert und eindeutig interpretierbar sein.

Als einfacher Hinweis auf die Episoden, in denen wir das bereits diskutiert haben: In den letzten Folgen, konkret in Episode 18, haben wir über das UCP von Google gesprochen. In Episode 16 ging es um Agentic Commerce, respektive um das allgemeine Shopping-Update, in dem ACP ein zentraler Bestandteil war.

Dani: Das klingt zunächst abstrakt. Aktuell gibt es jedoch zwei relevante Agentic- beziehungsweise Commerce-Protokolle: eines von Google und eines von OpenAI. Wir haben diese bereits ausführlich diskutiert. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich potenziell noch mehr Feeds produzieren muss.

Die zentrale Frage für mein Business lautet daher: Wo liegt der Unterschied, und was bedeutet das konkret für mich?

Erich: ACP fokussiert sich sehr stark auf einen schnellen Checkout, also darauf, Produkte möglichst einfach und effizient kaufen zu können. In diesem Zusammenhang wird häufig Stripe genannt, da dieses Unternehmen an der Entwicklung mitgewirkt hat. Im Kern verwandelt ACP den Chat-Port direkt in einen Point of Sale.

Dani: Und Google UCP? Ist das nur eine Kopie davon?

Erich: UCP ist etwas breiter angelegt. Es nutzt die bestehenden Feeds im Merchant Center, sodass ein Agent die gesamte Customer Journey beim Einkauf unterstützen kann. Das heisst: vom Moment an, in dem ich sage „Ich möchte Produkte vergleichen“ oder „Ich möchte verschiedene Produkte sehen“, bis hin zum Service am Ende.

Aber jetzt Hand aufs Herz: Braucht der Schweizer KMU dieses Protokoll schon, oder ist das einfach nur ein Hype aus dem Silicon Valley?

Dani: Wir haben das letztes Mal ja ausführlich diskutiert. Natürlich ist das kein Hype, sondern es geht um echte Effizienz. Es handelt sich um die Lösung des klassischen N-mal-N-Integrationsproblems. Händler müssen nicht mehr für jeden einzelnen KI-Bot eine eigene Schnittstelle bauen, sondern können stattdessen einen zentralen Standard wie UCP nutzen, um ihre Daten einmal sauber einzuliefern.

Erich: Das heisst aufgrund dessen, dass mein bestehender Feed im Merchant Center natürlich viel wichtiger und wertvoller wird in Zukunft.

Dani: Exakt, Erich. Google nutzt dafür Datenbusse innerhalb seines UCP-Ansatzes. Wer seinen Product Feed vernachlässigt oder noch gar keinen aufgebaut hat, wird in der Welt der KI-Agenten definitiv unsichtbar, oder zumindest deutlich unsichtbarer. Kaufentscheidungen werden dann ohne meine Produkte oder meine Dienstleistungen gefällt.

Erich: Das heisst, die technische Basis ist zukünftig entscheidend für meine Marktanteile, die ich haben werden.

Zusammengefasst ein paar Tipps dazu. Wichtiger Punkt ist erstens Datenvollständigkeit. Bilder sind ein wichtiges Thema. Es gibt auch ein Attribut "Lifestyle Bilder", welches man abfüllen kann oder sollte und auch detaillierte Beschreibungen der Produkte, und zwar nicht in Werbesprache.

Zweitens die Aktualität der Daten. Da ist wichtig die Content API für Echtzeit-Updates von Preisänderungen zu nutzen.

Dani: Und wie gehe ich mit diesen neuen Protokollen um?

Erich: Es gibt dafür einen neuen Pfad, über den Dateien abgelegt werden können – ähnlich wie bei einer Sitemap-XML-Datei, bei der eine feste Dateistruktur hinterlegt ist. Dieser Pfad befindet sich unter /.well-known/ucp auf einer Domain. Dort kann eine sogenannte JSON-Datei abgelegt werden. JSON ist dabei lediglich ein Datenformat, mit dem Informationen strukturiert beschrieben werden.

Dieses Format kann flexibel genutzt werden, vergleichbar mit einer Sprache wie Deutsch, Englisch oder Französisch. In dieser Datei muss beschrieben werden, welche Funktionalitäten der Shop im Zusammenhang mit UCP anbietet. Dadurch wird den Agenten signalisiert: Der Shop ist bereit und unterstützt das UCP-Protokoll.

Das ist so wie eine offene Tür für die KI, und beschreibt die Möglichkeiten, welche die Firma noch machen kann gegenüber dem KI-Agent.

Dani: Darf ich nochmals zurückfragen? Das ist nicht wie der Product-Feed, den ich bei Google auflade, sondern ich lege das auf meinem Server ab am richtigen Ort und dort schaut UCP nach.

Erich: Das ist nicht der Product Feed selbst. Man kann sich das eher so vorstellen wie bei der Sitemap-Datei: Ich habe die robots.txt, und darin definiere ich, wo sich meine Sitemap-Datei befindet.

In diesem UCP-File gibt es entsprechende Referenzen, über die KI-Chatbots die relevanten Informationen finden können. Dort beschreibe ich als Unternehmen, welche digitalen Funktionalitäten ich zur Verfügung stelle. In diesem File wird unter anderem festgehalten, wo sich mein Product Feed befindet oder ob und wie darauf zugegriffen werden kann.

Dani: Gut, fassen wir Thema an dieser Stelle zusammen, da wir nun sehr viel über Feeds gesprochen haben. Daraus lässt sich eine kurze, pragmatische Checkliste ableiten. Konkrete Massnahmen für CEOs, die sie bereits morgen früh angehen können

Erich: Der erste Punkt ist, dass wir hier angesprochen haben, das wäre mal ein Daten Audit machen. Habe ich für jedes Produkt die GTIN oder einen Identifier, der global verwendet werden kann. Wenn ich natürlich eigene Artikel habe, ein eigener Brand, dann wäre das meine Herstellerartikelnummer, die ich zur Verfügung stelle. Es ist so: Ohne Identifier kein UCP.

Der zweite Punkt ist die Umstellung des Product Feeds von einem dateibasierten Feed auf eine API-basierte Lösung. Viele Händler nutzen heute noch einen XML-Feed, bei dem eine Datei generiert und anschliessend bei Google eingereicht wird. Dabei handelt es sich um einen klassischen Batch-Prozess, der regelmässig angestossen werden muss und bei dem die Datei jeweils neu eingelesen wird.

Hier sollte eine Umstellung auf die Content API erfolgen, da diese eine Echtzeitkommunikation ermöglicht. In diesem Modell fungiert das Merchant Center als Single Source of Truth, wodurch Preis-, Bestands- und Produktänderungen unmittelbar und konsistent verarbeitet werden können.

Dabei verbinden wir das Merchant Center mit dem sogenannten Manufacturer Center von Google. Das Manufacturer Center wird entsprechend aufgesetzt und mit Daten gepflegt. Dort werden Informationen hinterlegt, die mich als Unternehmen oder als Marke präsentieren. Über diesen Weg können strukturierte Markendaten bereitgestellt und genutzt werden.

Ein vierter, wichtiger Punkt betrifft UCP: Transaktionen finden hier über Google Pay statt. Entsprechend ist es notwendig, dass Google Pay integriert ist. Zudem muss geprüft werden, ob der eingesetzte Payment Service Provider die erforderliche Tokenisierung für UCP unterstützt.

Das sollte idealerweise gemeinsam mit einer technisch versierten Person überprüft werden. Alternativ kann direkt der eigene Payment Service Provider kontaktiert werden, also das Unternehmen, das die Zahlungsabwicklung übernimmt. Das sind nicht die Kreditkartenanbieter wie Mastercard oder Visa selbst, sondern beispielsweise PostFinance, Datatrans oder Saferpay, die diese Leistungen entsprechend anbieten.

Dani: Vier Punkte, die man morgen auf der Liste abhacken und in die Wege leiten muss, damit man ready ist. Und das klingt nach einem machbaren Plan, vor allem wenn man im Produktsegment zuhause ist und verkaufen will.

Dann kommen wir bereits zu unserem Tooltipp. Heute schauen wir auf einen AI- und SEO-Bot-Crawling-Checker von DEAN. Ein Tool, das prüft, ob AI- und SEO-Bots meine Website tatsächlich lesen können. Ist das jetzt eine technische Spielerei?

Erich: Nein, überhaupt nicht. Für jede Firma wird das immer relevanter.

Wenn die KI-Assistenten oder die Crawler die Inhalte nicht lesen können, weil der blockiert ist, dann bist du weg vom Fenster. Die Marke oder das Produkt oder was auch immer, existiert für die Zukunft nicht.

Das kann passieren, indem meine Hoster oder meine IT-Abteilung aufgrund des Traffics die Bots einfach sperren, weil sie das Gefühl haben, dass es etwas ist, das viel Traffic generiert, dass wir auf unserer Webseite nicht haben wollen. Und die von Business wissen das dann nicht. Wir haben schon beim Testen einige Überraschungen erlebt. Wo wir gesehen haben, dass dort zum Teil Bots gesperrt werden. Das heisst, du hast zwar den besten Content auf deiner Seite, es ist alles super gut gemacht. Du hast aber die Türen abgeschlossen und niemand hat einen Schlüssel dazu die Türen aufzumachen, damit KI, Bots oder Crawler auf diese Inhalte zugreifen können.

Dani: Viele Unternehmen setzen auf Webagenturen als Unterstützungspartner, etwa auf die CS2 AG. Für Geschäftsführer ist das eine Möglichkeit zu überprüfen, ob die eigene Website sichtbar ist und ob nichts gesperrt ist. Denn es kann durchaus vorkommen, dass durch einen Fehler Inhalte oder Zugriffe unbeabsichtigt blockiert werden.

Erich: Es ist nicht hundertprozentig transparent, wie genau das im Detail funktioniert. Dennoch lässt sich damit ein sehr guter Check durchführen, der aufzeigt, ob Crawler auf die eigene Website zugreifen können oder nicht. Wir haben zudem vor ein paar Episoden bereits über einen solchen Tester gesprochen. Dieses frühere Test-Tool hat allerdings nur vier Bots geprüft, also die vier wichtigsten KI-Bots.

Das hier vorgestellte Tool crawlt deutlich umfangreicher und prüft nicht nur KI-Bots, sondern auch klassische SEO-Crawler. Dazu gehören unter anderem die Crawler von SEO-Tools wie Ahrefs, SEMrush und ähnlichen Plattformen. Genau diese Crawler, die dort eingesetzt werden, werden hier ebenfalls getestet.

Der wichtigste Punkt ist aus meiner Sicht daher folgender: Als Erstes sollte ein Audit mit diesem Tool durchgeführt werden. Ziel ist es zu prüfen, ob alle relevanten Crawler Zugriff haben und die Inhalte lesbar sind. Denn wenn das nicht der Fall ist, sehen die Bots die Website entsprechend nicht.

Dani: Wir haben in dieser Episode auch darüber gesprochen, dass es viele schlechte Bots gibt, die unnötigen Traffic verursachen. Ich glaube, das führt häufig dazu, dass auf IT-Seite Änderungen vorgenommen werden und man pauschal Dinge schliesst, nach dem Motto: Wir lassen nicht alles Schlechte rein. Das ist grundsätzlich sinnvoll.

Umso wichtiger ist es jedoch, dass man in einem ersten Schritt prüfen kann, was dadurch konkret blockiert wird. Was heisst das denn strategisch?

Erich: Das heisst, ich habe darüber auch die Möglichkeit, Zugriffsregeln gezielt zu öffnen oder anzupassen. Wenn ich sehe, welche Bots Zugriff auf meine Seite haben oder eben nicht haben, kann ich diese explizit zulassen. Das kann über die Web Application Firewall oder über die robots.txt erfolgen, sofern dies dort entsprechend konfiguriert ist.

Gleichzeitig sehe ich möglicherweise auch, dass Tools Zugriff haben, die ich bewusst nicht möchte. Ein Beispiel: Wir verwenden intern kein Ahrefs. Ahrefs ist ein Tool zur Seitenanalyse, und wenn wir Ahrefs bei uns blockieren, verhindern wir gleichzeitig, dass Dritte über Ahrefs eine Konkurrenzanalyse unserer Seite durchführen können.

Dani: Ich kann mit dem Tester gezielt blockieren oder auch freimachen. Ein gutes Beispiel ist die Migros. Die machen das. Wenn ich sehe, dass alles blockiert ist, heisst das für mich auch, dass das Unternehmen aus Vorsichtsmassnahmen alles ausschliesst. Wie ist denn das? Wer entscheidet am Schluss, was wir reinlassen und was nicht?

Erich: Das ist eine Entscheidung, die gemeinsam zwischen Business und IT getroffen werden muss. Teilweise gibt es Bots, die exorbitant viel Traffic generieren und dadurch die Infrastrukturkosten in die Höhe treiben. Gleichzeitig kann es auch sein, dass Mitbewerber über solche Tools auf Inhalte zugreifen.

Ein weiterer Aspekt ist strategischer Natur: Wenn ich sehr wertvollen Content habe, den ich bewusst nicht an KI-Assistenten ausliefern möchte, kann ich mich entscheiden, diesen zu blockieren. Die Frage ist dann: Warum soll ich mit meinem Wissen dazu beitragen, fremde Tools zu trainieren, die damit wiederum Geld verdienen? In solchen Fällen kann eine bewusste Einschränkung sinnvoll sein.

Genau diese Abwägungen lassen sich mit einem solchen Tool sichtbar machen und fundiert beurteilen.

Dani: Es gibt zwei Medaillenseiten:  Auf der einen Seite ist es ein Hosting-Problem. Es wird Traffic verursacht. Es kostet etwas. Ich brauche Performance auf dem Webserver. Da muss ich auch den KI-Assistenten oder den Bots Antworten geben. Und den Kunden auch. Das ist ein Abwägen, was Sinn macht und was nicht. Das Tool lohnt sich absolut anzuschauen und auch vielleicht einfach nur zu schauen, wo wir mit unserer Seite stehen, was hat mein Hoster eingestellt.

Oder sie können uns auch einfach anrufen, und wir schauen uns das gemeinsam an. Es lohnt sich auf jeden Fall, dort einmal einen Blick darauf zu werfen. Denn wenn wir alles umsetzen, was wir oben und in unseren Blogs immer wieder erkläre, von Anfang an saubere Daten, korrekte Feeds und eine saubere technische Basis, und am Ende sperren wir die relevanten Bots aus, dann haben wir eigentlich alles richtig gemacht, sind aber kurz vor der Ziellinie gestolpert.

Und die Ziellinie ist auch gleich unser Stichwort, Erich. Wir sind am Ende angekommen. Das heisst wie immer: teilen, liken, kommentieren. Wir freuen uns natürlich sehr darüber, hoffen, wir konnten euch wieder einen spannenden Einblick geben, und freuen uns auf die nächste Ausgabe von Zweiblog.

Bis dahin sagen wir zwei: Tschüss, miteinander.

Erich: Macht's gut. Bleibt gesund. Bis zum nächsten Mal.

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Digital Marketing Trends 2026 für die Schweiz

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