Zu den Artikeln
Aktivieren Sie diesen Inhalt

Bestätigung des Inhalts erforderlich

Akzeptieren
Mehr anzeigen
E-Commerce
Online Marketing
Podcast & Videoblog
Technology Trends

Google Update 2026 - was Du als Schweizer KMU wissen musst - Gemini - UCP - GEO

Zweiblog Episode #18: Dani und Erich diskutieren den Gewinn von Marktanteilen von Gemini, das Joint-Abkommen von Google mit Apple, Inputs von Google in Bezug auf die GEO-Optimierung und was das Universal Commerce Protocol heisst.

Besonders lesenwert für

CEO
CTO
CMO
Creator

News

Google Gemini holt stark auf

ChatGPT verliert Marktanteile, während Google Gemini deutlich zulegt. Für Schweizer KMUs bedeutet das: Präsenz im Google-Ökosystem wird wieder zentral. KI beeinflusst Suche, Tools und Kaufentscheide. Wer dort sichtbar ist und zitiert wird, steigert Reichweite und Verkaufschancen nachhaltig.

Apple und Google kooperieren bei Siri

Apple plant, Siri mit Google Gemini zu betreiben. Dadurch wird Siri präziser und relevanter. Für Schweizer Unternehmen entsteht ein neuer Verkaufskanal direkt auf dem Gerät der Nutzer. Sichtbarkeit entsteht über KI-Antworten statt klassische Werbung.

ZWEIBLOG als Podcast

Enable This Content

Content required confirmation

Accept
Show More

Google warnt vor Content-„Chunking“

Google rät davon ab, Inhalte künstlich in kleine Häppchen für KI zu zerlegen. Stattdessen werden zusammenhängende, nutzerzentrierte Inhalte belohnt. Kurzfristige SEO-Hacks verlieren an Wirkung, Qualität und Relevanz für Menschen gewinnen an Bedeutung.

Hauptthema - Google Universal Commerce Protocol - UCP

Google hat mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) einen Standard veröffentlicht, der „Agentic Commerce“ ermöglicht: Produkte können direkt im KI-Chat verkauft werden, ohne den Umweg über den Onlineshop für den Benutzer. Das soll Reibung reduzieren und die Conversion (besonders bei Impulskäufen) erhöhen. Für Schweizer KMU wichtig: Die Datenhoheit bleibt beim Händler, das Branding kann über die Funktion erhalten bleiben. Vorbereitung: Merchant-Center-Feeds (Product Feed) optimieren (Native Commerce), Google Pay nativ integrieren, Identity Linking über OAuth 2.0 für Kundenbindung nutzen.

Fazit

  1. Sichtbarkeit entsteht künftig in KI-Antworten, nicht mehr primär über Suchresultate.
  2. Hochwertiger, nutzerorientierter Content und saubere Produktdaten sind die Basis für Sales.
  3. KI-gestützter Commerce reduziert Reibung, steigert Konversionen und wird ab 2026 zum Wettbewerbsvorteil für Schweizer KMUs.

Tooltipp

Ein Überblicksvideo zeigt rund 30 Google-Tools in acht Minuten. Ergänzend helfen Gemini für Research, NotebookLM für konsistente Inhalte, Gemini Gems für Sales-Prozesse und Veo V3 für Video-Marketing. Viele Tools sind aktuell über Google Labs und teils nur via VPN verfügbar.

31:46min
zweiblog episoden #17 Digital Marketing Trends 2026 für die Schweiz
E-Commerce
Podcast & Videoblog
Projektmethodik
Online Marketing
Technology Trends
TYPO3
Web-Applikation
Verschiedenes

Digital Marketing Trends 2026 für die Schweiz

Dani und Erich starten ins Jahr 2026 und sprechen über Temu und Schweizer Händler, neue Marketing-Studien, KI-Strategien, Regulierung, Datenschutz, Cybersecurity sowie einen Ausblick auf die wichtigsten Digital- und IT-Themen für KMUs im Jahr 2026.
31:42min
Agentic Shopping Update mit ChatGPT und KI-SEO
E-Commerce
Online Marketing
Podcast & Videoblog
TYPO3
Projektmethodik
Verschiedenes

Agentic Shopping Update mit ChatGPT und KI-SEO

Episode #16 – Dani und Erich sprechen darüber wie der neue Google-KI-Modus die SEO-Welt auf den Kopf stellt, warum Datenqualität wichtiger wird als klassischer Content – und wie KI-Agenten schon bald selbstständig für uns einkaufen. Dazu gibt es ein Update zu Agentic Commerce, spannende Beispiele aus den USA und klare Empfehlungen, wie Unternehmen sich jetzt auf die KI-Zukunft vorbereiten sollten.
27:08min
Welche Funktionen benötigt ein modernes CMS - Teil 2/2
E-Commerce
Online Marketing
Podcast & Videoblog
Technology Trends
TYPO3
Verschiedenes
Corporate Websites

Welche Funktionen benötigt ein modernes CMS - Teil 2/2

Episode #15 – Dani und Erich sprechen über 2 neue Schweizer Studien. Was beschäftigt Onlinehändler in der Schweiz, eine Studie der FHNW und welchen Einfluss hat KI auf den Schweizer Arbeitsmarkt eine Studie des KOF der ETHZ. Zum Abschluss stellen wir ein Tool zum prüfen von strukturierten Daten vor.

FAQ

Marktentwicklung: Google Gemini vs. ChatGPT

Welchen Vorteil bietet Google Gemini für den Empfehlungs-Traffic von Unternehmen?

Google Gemini erzielt im Vergleich zu herkömmlichen Methoden rund 388 % mehr Empfehlungs-Traffic. Dieser Traffic zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus, was zu einer beeindruckenden Conversion-Rate von fast 7 % führt.

Warum ist Generative Engine Optimization (GEO) für die Sichtbarkeit von Schweizer KMU wichtig?

Generative Engine Optimization (GEO) stellt sicher, dass Marken in den Chat-Antworten der KI als autoritative Quelle zitiert werden. Da Branding zunehmend im Chat-Fenster stattfindet, existieren Unternehmen digital kaum noch, wenn sie nicht von der KI als Referenz herangezogen werden.

Wie können Unternehmen ihr multimodales Branding für Google Gemini optimieren?

Unternehmen optimieren ihr multimodales Branding, indem sie visuelle Assets wie Bilder und Videos gezielt für die KI-Erkennung aufbereiten. Da Gemini visuelle Inhalte nativ versteht, erscheinen optimierte KMU bei Produktanfragen direkt als visuelle Empfehlung.

Wie hat sich der Marktanteil von Google Gemini im Vergleich zu ChatGPT im Jahr 2025 entwickelt?

Der Marktanteil von Google Gemini ist laut Similarweb-Daten im Jahr 2025 auf 21,5 % angestiegen, während der Anteil von ChatGPT auf 64,5 % sank. Diese Entwicklung signalisiert das Ende des bisherigen KI-Monopols und macht eine Präsenz im Google-Ökosystem für Schweizer KMU zur Pflicht.

Technologische Allianzen: Apple-Google-Siri-Integration

Welche Auswirkungen hat die Integration von Google Gemini in Apple Siri für KMU?

Die Integration von Google Gemini in Apple Siri verwandelt den Sprachassistenten in einen aktiven Verkaufsassistenten mit hoher Präzision. Schweizer KMU erreichen Kunden dadurch direkt am Gerät in dem Moment, in dem eine konkrete Kaufabsicht oder ein Problemlösungsbedarf besteht.

Wie verändert die Apple-Google-Allianz das Branding für Schweizer Unternehmen?

Die Allianz verschiebt das Branding weg von klassischen Werbebannern hin zur Qualität der assistierten Problemlösung. Marken gewinnen an Reichweite und Vertrauen, indem sie über die KI kontextbezogene Mehrwerte und exakte Lösungen für Nutzeranfragen liefern.

Welche technischen Voraussetzungen müssen KMU für den KI-gestützten Verkauf bei Apple erfüllen?

KMU müssen ihre Produktdaten optimieren und digitale Schnittstellen schärfen, damit die KI die Angebote korrekt verstehen und vorschlagen kann. Ohne diese saubere technische Basis findet kein Verkauf innerhalb des neuen Apple-Ökosystems statt.

Warum müssen Inhalte für die neue Siri auf präzise Problemlösungen getrimmt werden?

Die neue Siri-Version liefert direkte Antworten statt einfacher Linklisten. Nur Unternehmen, die Content mit exakten Lösungen für spezifische Kundenfragen bereitstellen, bleiben in der KI-gestützten Suche dauerhaft sichtbar.

Content-Strategie: Anti-Chunking und Nutzerwert

Warum rät Google im SEO-Kontext vom sogenannten Content-Chunking ab?

Google rät vom Content-Chunking ab, weil das Zerlegen von Inhalten in kleine “Häppchen” für KI-Bots oft zu einem Verlust an Markentiefe führt. Authentische, zusammenhängende Inhalte sind das Fundament für langfristige Sichtbarkeit und schützen Marketing-Investitionen vor kurzfristigen Algorithmus-Änderungen.

Wie steigern Schweizer KMU ihren Verkauf trotz KI-Trends nachhaltig?

Schweizer KMU steigern ihren Verkauf durch die Erstellung von Inhalten, die echte Kundenprobleme spezifisch und tiefgreifend lösen. Relevanz für den menschlichen Leser führt dazu, dass Inhalte in der Suche besser platziert werden und Leser effektiver zu Kunden konvertieren.

Welche Rolle spielen Kundenbewertungen für die lokale Autorität in der KI-Suche?

Echte Kundenbewertungen stärken die lokale Autorität eines Unternehmens massiv und werden von Google bevorzugt gewertet. Ein Fokus auf authentisches Feedback ist ein strategischer Schritt, um die Markenrelevanz gegenüber rein technischen Metriken zu priorisieren.

Was ist der Nachteil von SEO-Inhalten, die ausschliesslich für LLMs optimiert sind?

Inhalte, die nur für Large Language Models (LLMs) erstellt werden, bergen das Risiko, bei System-Updates von Google an Sichtbarkeit zu verlieren. Wer nur für Algorithmen statt für Nutzer baut, investiert laut Expertenmeinung in eine technologische Sackgasse.

Agentic Commerce: Universal Commerce Protocol (UCP)

Was ist das Universal Commerce Protocol (UCP) von Google?

Das Universal Commerce Protocol (UCP) ist ein neuer Standard für Agentic Commerce, der es Firmen ermöglicht, Produkte direkt über KI-Oberflächen wie Gemini zu verkaufen. Kunden können Käufe direkt im KI-Dialog abschliessen, was Reibungsverluste reduziert und die Konversionsrate erhöht.

Behalten Schweizer KMU bei der Nutzung von Google UCP die Markenkontrolle?

Schweizer KMU behalten bei der Nutzung von UCP die volle Kontrolle, da das Unternehmen rechtlich der “Merchant of Record” bleibt. Die Hoheit über die Kundendaten und die Gestaltung der Kundenbeziehung nach dem Kauf liegen weiterhin beim KMU.

Wie funktioniert der Native Checkout im Google Universal Commerce Protocol?

Der Native Checkout verknüpft den Verkaufsprozess direkt mit Google Pay, um einen “Instant Buy”-Effekt zu erzielen. Diese nahtlose Integration eliminiert Warenkorbabbrüche im mobilen Sektor und macht die KI-Suche zur vollintegrierten Sales-Maschine.

Wie können Unternehmen die Kundenbindung über KI-Schnittstellen stärken?

Unternehmen stärken die Kundenbindung durch die Nutzung von Identity Linking via OAuth 2.0 innerhalb der KI-Schnittstellen. Dies ermöglicht es, bestehende Kunden wiederzuerkennen und ihnen individuelle Rabatte oder Loyalty-Benefits direkt im Chat anzubieten.

Transkript Zweiblog Episode 18

Dani: Herzlich willkommen zur 18. Ausgabe vom Zweiblog und wir legen gerade los mit einem Google-Gross-Update.

Erich: Heute geht es nur Google.

Dani: Laut Similarweb ist bei ChatGPT der Marktanteil im Jahr 2025 auf 64,5 % eingebrochen, während Google Gemini auf 21,5 % hochgeschnellt ist. Was bedeutet dieses Wachstum nun für unsere Schweizer KMUs?

Erich: Das bedeutet das Ende des ChatGPT-Monopols. ChatGPT hat aktuell noch rund zwei Drittel Marktanteil, während Google dort immer stärker zulegt. Nachdem viele den Tod von Google prophezeit hatten, ist das eine Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung, die ich mit Gemini schon lange erwartet habe. Für die Schweiz bedeutet das, dass eine starke Präsenz im Google-Ökosystem wichtig ist. Gemini beeinflusst die Google-Suche sowie weitere Tools wie Google Workspace, die damit funktionieren.

Dani: Aber wie generieren wir daraus einen echten Mehrwert? Reichweite allein zahlt ja unsere Löhne überhaupt nicht. Wo liegt der konkrete Hebel für den Verkauf explizit?

Erich: In der Recherchephase, in der Kundinnen und Kunden KI-Tools zur Informationssuche nutzen und diese vor dem Kauf befragen, gab es rund 400 % mehr Empfehlungstreffer. Gleichzeitig stieg die Kommissionsrate um etwa 7 %, das heisst, wir haben mehr qualifizierte Treffer durch die KI-Tools.

Dani: Müssen wir in Zukunft das Marketing dort platzieren, wo die KI die Antworten liefert. Branding findet jetzt im Chatfenster statt und nicht mehr bei Google auf der ersten Seite. Verstehe ich das richtig?

Erich: Wichtig ist, dass wir in den KI-Tools zitiert werden. Das Thema Generative Engine Optimisation rückt dabei in den Vordergrund und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Es löst den klassischen SEO-Teil teilweise ab, auch wenn Google immer betont, dass es für sie dasselbe ist. Entscheidend ist der Aufbau von Vertrauen. Darüber haben wir bereits mehrmals gesprochen: Inhalte, die Autorität ausstrahlen und nicht einfach nur auf Keywords optimiert sind.

Dani: Aber welche Massnahmen fördern jetzt explizit die Sichtbarkeit und am Schluss auch den Absatz?

Erich: Das heisst: Inhalte im Rahmen der GEO-Strategie gezielt umzusetzen. Content so zu strukturieren, dass KI-Systeme ihn als Primärquelle nutzen können und die Zitierbarkeit erhöht wird.

Dani: Der Fokus liegt auf dieser zitierten Fähigkeit. Das haben wir ja bereits in der Episode 16 behandelt. Und was ist der zweite Punkt, den wir berücksichtigen müssen?

Erich: Der zweite Punkt ist Multimodal Branding. Gemini versteht nicht nur Texte, sondern auch Bilder und Videos nativ. Das heisst, KMUs müssen den Fokus darauf legen, ihre Assets für KI zu optimieren, damit bei Produktanfragen auch visuelle Empfehlungen ausgespielt werden können.

Dani: Bereits spannende News zum Jahresanfang mit dem Gemini-Sprung nach oben. Kommen wir gleich zur nächsten News. Wir sprechen kurz über die Apple-Google-Allianz, die kürzlich bekannt wurde. Bekommt Siri ein Google-Gehirn? Was steckt dahinter?

Erich: Ja laut Quellen wird in Zukunft Siri nicht mehr von Apple selber gepowert werden, sondern von Google Gemini? Das ist ganz frisch herausgekommen. Ein Joint-Venture, wo die beiden miteinander gemacht haben. Aber was heisst der Tech-Giganten-Deal für den Schweizer Markt?

Dani: Es verschiebt natürlich die Messlatte. Schweizer Kunden verlangen höchste Präzision bei maximalem Datenschutz. Apple kombiniert jetzt im Google sein Hirn mit ihren eigenen Sicherheitsanforderungen. Ein Signal für Vertrauen und Qualität von mir ausgesehen.

Erich: Wo liegt der Hebel bezüglich Sales aufgrund dieser ganzen Thematik? Bisher war Siri eher limitiert und die Leute fanden es nicht so toll, die Antworten, die daraus entstanden sind. Es war weniger KI drin, sagen wir es mal so. Bringt dieses Update oder diese Zusammenarbeit wirklich mehr Kundenkontakt und einen messbaren Mehrwert für die Firmen?

Dani: Ich denke schon, weil durch die tiefe Integration in die App-Abläufe, Siri sicher zu einem aktiven Verkaufsassistent werden wird. Wer Dienstleistungen optimal platzieren wird, erreicht den Nutzer im entscheidenden Moment der Kaufabsicht am Gerät selbst.

Erich: Das heisst, Sichtbarkeit wird neu definiert. Sichtbarkeit wird nicht mehr so visuell sein, sondern das Branding wie ich als Marke auftrete, wird eher über die Qualität der KI-Antwort geliefert werden und nicht über Werbebanner, klassische Massnahmen.

Dani: Ja, natürlich, weil ich eine Frage stelle und eine Antwort bekomme. Die Marke gewinnt an Reichweite, indem sie diesen kontextbezogenen Mehrwert liefert. Wenn KI diese Aufgabe übernimmt, kann ein KMU zu einem unverzichtbaren Partner werden – aber nur, wenn der Content des KMU auch in diesem Kontext wieder angezeigt wird.

Erich: Was muss ein CEO auf dem Radar haben, was muss er in die Wege leiten, damit die Firma von der KI-Entwicklung profitieren kann?

Dani: Es ist wieder einmal dasselbe Stichwort wie immer: Die Produktdaten müssen auf Vordermann gebracht werden, und die digitalen Schnittstellen müssen sauber definiert sein, damit KI diese Angebote versteht und sie im richtigen Moment auf die entstehende Anfrage vorschlagen kann. Ohne diese technische Basis findet im Apple-Ökosystem kein KI-gestützter Verkauf statt.

Erich: Und zweitens: Der Content muss präzise die Fragen beantworten, die Kunden haben. Derjenige, der Hilfestellung gesucht hat, bekommt nicht mehr eine Link-Liste zurück, sondern eine konkrete Antwort. Nur wer exakte Lösungen für die Kundenfragen bietet, bleibt in Zukunft auch für KI sichtbar.

Dani: Und das wird auch in Zukunft eine grosse Herausforderung sein. Kommen wir zur dritten Google-News: Google rät in seinem Podcast «Search Off the Record» explizit davon ab, Inhalte in sogenannte „bit-sized Chunks“ für KI-Systeme zu zerlegen. Erich, was bedeutet das konkret? Für mich ist das noch etwas Kauderwelsch.

Erich: Das heisst, der Text wird nicht nur für KI-Bots erstellt und so optimiert, wie es in letzter Zeit diskutiert wurde. Content, der zu stark heruntergebrochen und in einzelne „Chunks“ zerschnitten wird, verliert seine Markentiefe. Wichtig sind authentische Inhalte. Sie bilden das Fundament für langfristige Sichtbarkeit und darauf aufbauend auch für die Verkäufe, die daraus generiert werden.

Dani: Haben wir aber im 2025 immer auch wieder zum Thema gehabt, dass viele SEO-Experten und SEO-Tools eigentlich das versprechen, dass mit dieser Taktik, eben kleine Schnäppchen zu machen, eigentlich die Reichweite steigern soll. Wo bleibt jetzt hier der Return on Investment, wenn wir diesem Trend nicht folgen würden?

Erich: Kurzfristige Hacks rund um Large Language Models sind grundsätzlich riskant. Das gilt besonders für Optimierungen im GEO-Umfeld oder für pauschale „Tipps“, die schnell adaptiert werden. Google passt seine Systeme kontinuierlich an. Es liegt nahe anzunehmen, dass man dort erkannt hat, dass viele beginnen, Inhalte künstlich in Chunks zu zerlegen, was sich negativ auf die Qualität ausgewirkt hat.

Gleichzeitig scheint Google zunehmend nutzerzentrierten Content zu belohnen. Wer primär für Algorithmen optimiert und nicht für reale Nutzer, investiert aktuell – so lässt es sich zumindest interpretieren – in eine Sackgasse.

Dani: Hmmm... Gefragt ist wieder längerer, zusammenhängender Content. Darüber steht lediglich ein kleines Häppchen als Einstieg.

Erich: Mit einem klaren Fokus auf den Nutzer. Zeitweise hiess es überall, man müsse Inhalte stark „chunking“-basiert aufbauen: kurze, in sich abgeschlossene Abschnitte, jeweils für sich optimiert und isoliert betrachtbar. Thematisch sauber getrennt, fast wie einzelne Module.

Jetzt signalisiert Google jedoch etwas anderes: Genau diese Herangehensweise steht nicht mehr im Vordergrund. Stattdessen soll wieder für den Endnutzer geschrieben werden – zusammenhängend, kontextreich und sinnvoll aufgebaut. Dieses rein technische Zerlegen von Inhalten scheint ein Weg gewesen zu sein, den Google so nicht besonders gut gefunden hat.

Dani: Ist der Verzicht auf Maschinenoptimierung eigentlich ein Schutz unserer Marketinginvestition, wenn wir das eben nicht so explizit machen?

Erich: Wie gesagt, die Relevanz für einen Menschen ist der zentrale Punkt. Es muss der Person, die das liest, helfen. Das ist der Fokus, den Google schon länger auf dem Radar hatte, den sie immer wieder zeigen. Schreiben über echte Kundenproblemstellungen und wie der Kunde das lösen kann, spezifisch.

Dani: Das habe ich verstanden. Aber welchen strategischen Schritt leitet jetzt der Schweizer CEO daraus ab, damit er die Marken und den Verkauf direkt fördern kann?

Erich: Content mit nutzerorientierter Tiefe anstelle von kleinen Häppchen. Echte Kundenbewertungen sind ebenfalls wichtig; darüber haben wir bereits mehrfach gesprochen. Dies steigert die Autorität. Zudem sollte markenrelevanter Content gegenüber Tools oder bestimmten heute am Markt verfügbaren SEO-Optimierungstools priorisiert werden. Die zentrale Frage lautet, wie Inhalte priorisiert werden können, um die eigene Marke besser zu positionieren.

Dani: Schon wieder eine Aufgabe mehr auf der To-Do-Liste für 2026. Kommen wir gleich zur nächsten Google News. Es geht darum, dass Google den Universal Commerce Protocol Guide (UCP) veröffentlicht hat. Was bedeutet das für uns als KMU?

Erich: Das ist die lange erwartete Antwort in Bezug auf „Agentic Commerce“, die man von Google erwartet hat. Sie haben dies vor etwa einem halben Jahr angekündigt, wenn ich mich richtig erinnere, und daraus nun eine Spezifikation gemacht. Unternehmen können künftig ihre Produkte direkt über Chat-Fenster von KI-Assistenten verkaufen und diese über Oberflächen wie Gemini entsprechend vermarktbar machen, anstatt lediglich verlinkt zu werden und den Nutzer in einen Onlineshop weiterzuleiten.

Der Kauf kann somit direkt im KI-Assistenten erfolgen. Das Universal Commerce Protocol ist aktuell bereits verfügbar und kann eingesetzt werden. Aufgrund von Datenschutzanforderungen und regulatorischen Rahmenbedingungen geht man in der Schweiz und in Europa jedoch davon aus, dass die Einführung noch etwas Zeit benötigt und voraussichtlich im Verlauf des Jahres 2026 verfügbar sein wird.

Dani: Der Vorteil: Es wird schon erprobt und ist eigentlich die Antwort von Google auf die Agentic Web, die wir auch schon in den Folgen davor diskutiert haben. Aber jetzt ehrlich, wirkt sich das dann direkt auf den Return on Investment aus? Viele CEOs werden sich fragen, ob das jetzt nur wieder Reichweite bringt oder ob das wirklich auch die Kasse füllt.

Erich: Der Hebel ist die Reduktion der Reibungsverluste. Der Kunde sieht das im Chatfenster, muss aber nicht in den Webshop recherchieren und wieder zurückspringen und hin und her. Man kann das alles in diesem Chatfenster machen. Man geht davon aus, dass dadurch die Konversionsrate vor allem von Impulskäufen steigt.

Dani: Aber wir haben es auch in der Aussichtsfolge 2026 schon diskutiert, verlieren wir dann nicht auch irgendwann die Kontrolle der Marke? Wenn Google auch wie Agentic Web die Buchung komplett übernimmt, dann verlieren wir auch die Kundendaten, respektive den Bezug zum Kunden. Wäre das nicht für unsere KMU-Welt fatal?

Erich: Nein, in diesem Ansatz mit dem UCP ist es so, dass die Datenhoheit beim Händler bleibt. Er hat die volle Hoheit über die Kundendaten. Das läuft nicht in einem Chatfenster, sondern kommuniziert mit einem Backend-System. So kann der Händler die ganze Gestaltung der Kundenbeziehung weiterhin beeinflussen.

Dani: Das Branding leidet, wenn ich das so höre, dementsprechend nicht. Die Schweizer Qualität lebt ja oft davon, dass man eben die exklusive Markenwelt, die man dem Kunden präsentiert, hier aufrechterhalten kann.

Erich: Ja, und das ist ein Unterschied, den das UCP im Vergleich zu dem Agentic-Commerce-Protokoll von OpenAI aufweist. Es gibt zwei Wege, wie man es nutzen kann. Der eine ist der native Weg, bei dem die Schnittstellen direkt miteinander kommunizieren, sodass das Chatfenster im Hintergrund mit einem Backend-System verbunden ist.

Der andere Weg ist der sogenannte Embedded Checkout. Dabei wird der Shop mittels eines iFrames innerhalb des Chatfensters abgebildet, sodass die entsprechenden Zusatzfunktionen oder die Waren visuell präsentiert werden können.

Dani: Somit nutzen wir die enorme Reichweite der Google-KI als neuen Sales-Kanal, wenn ich das richtig verstehe, während gleichzeitig die Identität des Anbieters geschützt bleibt. Das klingt insgesamt sehr effizient.

Erich: Ja, das ist eine skalierbare Infrastruktur, bei der die technologische Kraft im Hintergrund mit der Freiheit kombiniert wird, die ich als Unternehmen habe. Man ist dort präsent, wo der Kunde seine Fragen stellt und recherchiert.

Dani: Was sind aber die entscheidenden Schritte, um als Schweizer KMU sofort diesen Wettbewerbsvorteil zu erzielen und selbst zu generieren, sobald er verfügbar ist?

Erich: Surprise. Die Produktdaten müssen im Merchant Center oder für das Merchant Center optimiert werden. Nur Feeds im Merchant Center, die Option Native Commerce aktiviert haben, werden vom KI-Agent überhaupt für Transaktionen in Betracht gezogen.

Dani: Ja, gut. Einmal mehr steht Qualität als Fundament. Wie ermöglichen wir es dem Kunden, die Bezahlung vorzunehmen?

Erich: Hier kommt Native Checkout mit Google Pay. Google Pay muss integriert sein oder als Bezahloption vorhanden sein und zwar nativ integriert sein. Es gibt dann die Funktion Instant Buy, die ich direkt im Chat kaufen kann. Gerade der Mobile Bereich wird dazu führen, dass weniger Warenkorbabbrüche stattfinden werden, weil ich nicht in eine separate Payment-Applikation hineinspringen muss.

Dani: Und wie stellen wir sicher, dass wir nicht nur einmalige Verkäufe generieren, sondern eben auch trotzdem die Kundenbindung langfristig stärken können?

Erich: Dafür bietet das UCP-Protokoll beziehungsweise der entsprechende Guide ebenfalls eine Lösung. Es gibt dort eine Option mit der Bezeichnung Identity Linking via OAuth 2.0. Dabei handelt es sich um ein Autorisierungsprotokoll, das in der Technik sehr verbreitet ist und als Standard gilt.

Über dieses Verfahren können Informationen übermittelt und der Kunde identifiziert werden. Auf dieser Basis lassen sich individuelle Rabatte, Bonusprogramme oder andere Benefits direkt über die KI-Schnittstelle im Chatfenster zur Verfügung stellen.

Dani: Ui, das bedeutet, wir transformieren uns von der KI-Suche zu einem reinen Infokanal, zu einer voll integrierten Sales Power Machine für das Unternehmen. Das ist schon ein gewaltiger Sprung.

Erich: Es geht darum, präsent zu sein, wo der Kunde recherchiert, seine Informationen holt und die Entscheidungen trifft. Das ist immer mehr in den Chatfenstern. Wir haben AI-Mode, AI-Overviews von Google, das findet auch dort statt. Wir reden nicht nur über Gemini-Client und Chat-GPT-Client, sondern auch über die Google-Suche. Mit den dort verfügbaren KI-Tools gilt: Wer den kaufwilligen Kunden nahtlos die richtigen Angebote und die passenden Informationen bereitstellt, wird in Zukunft im E-Commerce-Markt vorne mitspielen.

Dani: Spannend, und man möchte am liebsten schon sehen, wie das im Einsatz läuft. Darauf sind wir gespannt, zumal es in den USA bereits möglich ist.

Erich: Auch bei uns ist das grundsätzlich möglich. Die Schnittstellen müssten eigentlich verfügbar sein. Zudem gibt es dort bereits bestimmte Kooperationen, etwa mit Mastercard, Visa und ähnlichen Anbietern, die ebenfalls stark vorantreiben. Ich gehe davon aus, dass wir als Markt vergleichsweise klein sind.

Für mich wird es eine Hausaufgabe sein, diese Spezifikation im Detail durchzulesen und sie mit einem Agentic-Commerce-Protokoll zu vergleichen. Ziel ist es zu verstehen, wie das technisch überhaupt funktioniert, damit wir daraus ableiten können, was wir unseren Kunden empfehlen und worauf sie den Fokus legen sollten. Was man jedoch sicher bereits angehen kann, sind die Live-Produkte.

Dani: Okay. Es wird einem nicht langweilig im 2026. Aber kommen wir schon zum Tooltip. Erich, was hast du heute mitgebracht?

Erich: Google gibt aktuell Vollgas. Darum haben wir auch die Google-Episode gemacht. Ich habe hier zudem ein Video, in dem rund 30 Google-Tools in etwa acht Minuten erklärt werden. Das ist sicher hilfreich, um herauszufiltern, was aktuell alles vorhanden ist, und um sich einen guten Überblick zu verschaffen.

Dani: Gemini ist ein Game-Changer für die Research, da sich Schweizer Marktnischen damit präziser analysieren lassen als mit herkömmlichen Tools.

Erich: Deep Research kostet natürlich noch viel Aufwand. Aber wie wandeln wir die Informationen aus Deep Research in wertvolle Informationen für Firmen?

Dani: Hier wäre NotebookLM eine gute Option. Es fasst Quellen zu neuem Content zusammen, der ausschliesslich auf den jeweiligen Quellen basiert. Dadurch wird eine hohe Markenkonsistenz bei Infografiken, Podcasts und die Vermeidung von KI-Halluzinationen unterstützt.

Erich: Das NotebookLM spart euch viel Zeit, aufgrund von Zusammenfassungen Was ich ebenfalls viel nutze, sind Audio-Podcasts, wo zwei miteinander ein Thema diskutieren, unbedingt mal ausprobieren.

Aber wie erreichen wir zum Beispiel Kunden auf Social Media? Gibt es dort dann auch irgendetwas, was Google anbietet, damit das nicht alles einfach wie von der Stange aussieht?

Dani: Hier wird in diesen acht Minuten auch ein Tool vorgestellt, das Pomelli heisst. Dieses Tool extrahiert die Business-DNA direkt von der Webseite und erstellt passgenaue Posts, die unter Wahrung einer spezifischen Schweizer Markenidentität veröffentlicht werden können. Ich habe das ebenfalls bereits getestet.

Natürlich mit einem VPN auf die USA, da es aktuell nur dort verfügbar ist. Deutsch beherrscht das Tool noch nicht wirklich, da es für den US-Markt ausgeliefert wird. Ich habe ihm vorgegeben, auf Deutsch zu schreiben: Der Titel wurde zwar auf Deutsch erstellt, der Lead-Text blieb jedoch auf Englisch.

Erich: Branding ist das eine. Was am Ende natürlich zählt, sind die Sales/Verkäufe oder die Abschlüsse, die gemacht werden. Gibt es auch dort Tools oder wie kann ich die B2B-Prozesse unterstützen?

Dani: Mit Gemini Gems schaffst du dir die digitalen Experten für deine Erstellung komplexer Offerten. Dieser Assistent automatisiert die Planung und beschleunigt den Sales-Zyklus massiv.

Erich: Das Ganze lässt sich auch mit Video-Marketing umsetzen, ist jedoch häufig eine Budgetfrage. Gibt es dafür eine Lösung, die hochwertigen Content generiert, sodass beispielsweise auch im B2C-Bereich die Nachfrage entsprechend angekurbelt werden kann?

Dani: Auch hier lohnt es sich, einen Blick auf Veo V3 zu werfen. Diese Lösung ermöglicht tatsächlich High-End-Storytelling mit kinoreifen Videos und passendem Sound. Dadurch wird die Produktionshürde deutlich gesenkt. Man kann damit auch experimentieren, etwa für professionelle Werbeclips, und ausprobieren, wie sich darüber Vertrauen bei den Kunden aufbauen lässt. Gleichzeitig ist Vorsicht geboten: Es gilt genau abzuwägen, wann ein solcher Clip einen echten Mehrwert bietet und wann er eher peinlich wirkt.

Erich: Wenn ich nun eine kurze Zusammenfassung zu den wichtigsten Tools ziehe: Ein grosser Teil dieser Tools ist aktuell nur via VPN in den USA verfügbar. Es lohnt sich, einmal das Google Labs auf der Google.com-Plattform zu besuchen und sich dort die Tools anzuschauen. Diese sind beschrieben sowie mit Videos und Bildern ergänzt, sodass man einen guten Eindruck erhält, was dort bereits läuft.

Dazu ist in der Regel ein VPN erforderlich, um auf die Tools zuzugreifen; unter Umständen braucht es zusätzlich ein Google-Konto mit Standort USA. Das ist zwar mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden, lässt sich jedoch auch umsetzen, wenn man technisch nicht besonders versiert ist. Ein weiterer interessanter Anlaufpunkt ist zudem Google AI Workspace.

Dort sieht man ebenfalls verschiedene Applikationen und Tools, die zur Verfügung stehen. Zudem gibt es eine Vielzahl an YouTube-Videos dazu. Wir verlinken das Video mit den rund 30 Tools, die in ca. 8 Minuten kurz vorgestellt und erklärt werden, um einen ersten Überblick zu erhalten.

Da laufen einige interessante Entwicklungen und es ist bereits viel in Bewegung. Ich bin gespannt, wie sich das im Jahr 2026 weiterentwickeln wird, insbesondere wenn man bedenkt, wie viele spannende Neuerungen es bereits Mitte Januar gegeben hat.

Dani: In diesem Sinne ist eines natürlich weiterhin wichtig: liken und teilen. Das ist nach wie vor unverändert. Wir hoffen, dass wir euch erneut spannende Inhalte vermitteln konnten. Schaut euch das gerne an. Alles, was sich bisher in den Labs befunden hat, taucht plötzlich produktiv auf. Deshalb lohnt es sich umso mehr, gemeinsam mit uns frühzeitig die Nase vorne zu haben.

In diesem Sinne danken wir euch herzlich und sehen uns in der nächsten Folge wieder. Bis dahin: bleibt gesund. Tschüss.

Diesen Artikel teilen

Gefällt Ihnen unser Artikel? Teilen Sie ihn, um ihn noch weiteren Personen zugänglich zu machen. Vielen Dank!

Passende Artikel

31:46min
zweiblog episoden #17 Digital Marketing Trends 2026 für die Schweiz
E-Commerce
Podcast & Videoblog
Projektmethodik
Online Marketing
Technology Trends
TYPO3
Web-Applikation
Verschiedenes

Digital Marketing Trends 2026 für die Schweiz

News 1: Schweizer Händler auf Temu
News 2: State of Marketing Europa 2026
Tool-Tipp: Google Search Console Insights Training
31:42min
Agentic Shopping Update mit ChatGPT und KI-SEO
E-Commerce
Online Marketing
Podcast & Videoblog
TYPO3
Projektmethodik
Verschiedenes

Agentic Shopping Update mit ChatGPT und KI-SEO

News 1: Google AI-Search & neue SEO-Regeln
News 2: SEO-Budgets 2026 & strategische Prioritäten
Hauptthema: Agentic Commerce – KI kauft selbst ein
Tool-Tipp – Versende einen personalisierten Weihnachtssong mit den CS2 Lichtmomenten
27:08min
Welche Funktionen benötigt ein modernes CMS - Teil 2/2
E-Commerce
Online Marketing
Podcast & Videoblog
Technology Trends
TYPO3
Verschiedenes
Corporate Websites

Welche Funktionen benötigt ein modernes CMS - Teil 2/2

News 1: Onlinehändler Befragung FHNW 2025
News 2: Einfluss der KI auf den Schweizer Arbeitsmarkt
Hauptthema: Welche Funktionen benötigt ein modernes CMS? (Teil 2)
Tooltip: Strukturierte Daten validieren mit dem Google Schema Validator.