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Die rechtliche Situation von KI-generierten Bildern und Videos
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Die rechtliche Situation von KI-generierten Bildern und Videos

Die künstliche Intelligenz (KI) hat in der Welt der digitalen Medien eine neue Ära eingeläutet, in der Bilder und Videos revolutionär neuartig erstellt werden. Doch diese Innovation bringt auch rechtliche Herausforderungen im Urheberrecht mit sich.

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Das Urheberrecht schützt die Schöpfungen von Künstlern und Autoren, indem es ihnen exklusive Rechte an ihren Werken gewährt. Bei KI-generierten Bildern und Videos ist jedoch unklar, wer als Urheber gilt. Nach geltendem Recht können nur Menschen Urheber sein, da es sich auf persönliche und geistige Schöpfungen bezieht. KI-Tools, die Bilder und Videos erstellen, tun dies auf der Grundlage von Algorithmen und Daten, die von Menschen bereitgestellt werden, was die Frage aufwirft, ob und wie diese Werke geschützt werden können.

Grundsätzlich betrachten Juristen bei diesen Fragen drei Ebenen:

  • Input-Ebene: Bezieht sich auf die Daten, mit denen die KI trainiert wird oder die sie zur Generierung von Output verwendet.
  • System-Ebene: Betrachtet die Funktionsweise der KI, also den Code, und ob dabei einfach kopiert oder ein neues Werk geschaffen wird.
  • Output-Ebene: Konzentriert sich auf die Frage, wer der Urheber des mittels KI generierten Inhalts ist.

Aktuelle Rechtslage

Juristen sind sich einig, dass KI-generierte Werke im Normalfall keinen Urheber im rechtlichen Sinne haben. Dies bedeutet, dass Nutzer KI-generierte Bilder frei verwenden können, allerdings kann dies auch jeder andere mit demselben Bild tun. Es wird empfohlen, darauf hinzuweisen, wenn ein Bild KI-generiert ist, um Transparenz zu schaffen und Fragen vorzubeugen.

Mögliche Urheberrechtsverletzungen

Ein weiteres Problem ist die Möglichkeit, dass KI-generierte Bilder urheberrechtlich geschützte Werke zu sehr ähneln könnten. Dies ist besonders relevant, wenn konkrete Künstler oder Stile im Generierungsprozess genannt werden. In solchen Fällen könnte eine Urheberrechtsverletzung vorliegen.

Einfluss der Trainingsdaten

Ein entscheidender Faktor für die rechtliche Beurteilung von KI-generierten Bildern ist das Material, mit dem die KI trainiert wurde. Wenn eine KI mit urheberrechtlich geschützten Bildern trainiert wird, ohne dass eine Lizenz oder Zustimmung des Rechteinhabers vorliegt, könnte dies eine Urheberrechtsverletzung darstellen. Dies gilt insbesondere, wenn die generierten Bilder Ähnlichkeiten mit den Trainingsbildern aufweisen oder deren Stil nachahmen. Speziell erwähnenswert sind hier die sogenannten Drittrechte.

KI-Bilder und Drittrechte

Im Zusammenhang mit KI-generierten Bildern sind neben dem Urheberrecht auch Drittrechte zu beachten, wie etwa die Rechte abgebildeter Personen oder Marken sowie von Gebäuden oder Kunstobjekten. Dies ist relevant, da KI-Systeme wie Dall-E bestehende Fotos und Bilder als Trainingsdaten verwenden, auf denen oft echte Menschen abgebildet sind. Wenn ein KI-Bildgenerator beispielsweise ein Bild einer Person in einem Büro erstellt, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Bild Ähnlichkeiten mit einer echten Person aufweist. Da man jedoch nicht wissen kann, ob und wem das Bild ähnelt, ist es unmöglich, die Drittrechte vollständig zu klären und die Erlaubnis der möglicherweise betroffenen Person einzuholen.

Rechtliche Situation in der Schweiz

In der Schweiz ist die Rechtslage bezüglich KI-generierter Bilder noch nicht abschliessend geklärt. Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass die Verwendung von KI-generierten Bildern, die auf urheberrechtlich geschützten Werken basieren, als Urheberrechtsverletzung angesehen werden könnte. Es ist daher ratsam, bei der Verwendung von KI-generierten Bildern Vorsicht walten zu lassen und sicherzustellen, dass die Trainingsdaten keine urheberrechtlich geschützten Werke enthalten oder dass eine entsprechende Lizenzierung vorliegt.

Empfehlungen für die Praxis

Für die Nutzung von KI-generierten Bildern in der Schweiz empfiehlt es sich, folgende Punkte zu beachten:

  • Transparenz: Kennzeichnen Sie KI-generierte Bilder als solche, um Transparenz zu schaffen.
  • Lizenzierung: Stellen Sie sicher, dass die Trainingsdaten der KI nicht urheberrechtlich geschützt sind oder dass eine Lizenzierung vorliegt.
  • Vorsicht bei Ähnlichkeiten: Vermeiden Sie die Verwendung von KI-generierten Bildern, die urheberrechtlich geschützte Werke imitieren könnten.
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Fazit

Die rechtliche Situation rund um KI-generierte Bilder und Videos ist komplex und entwickelt sich ständig weiter. Während die Technologie grosses Potenzial bietet, ist es wichtig, sich der rechtlichen Grenzen bewusst zu sein und verantwortungsvoll mit den generierten Inhalten umzugehen. Für Unternehmen und Einzelpersonen, die diese Tools nutzen möchten, ist es entscheidend, sich über die neuesten Entwicklungen im Urheberrecht zu informieren und entsprechende Vorsichtsmassnahmen zu treffen.

Dieser Artikel bietet einen Überblick über die rechtliche Situation von KI-generierten Bildern und Videos. Es ist zu beachten, dass sich die Rechtslage ändern kann und es empfehlenswert ist, sich bei spezifischen Fragen an einen Rechtsanwalt zu wenden. Selbstverständlich wurde das dazugehörige Bild ebenfalls mit einer KI generiert. Das Tool, das wir dazu benutzt haben, und viele weitere nützliche Helfer im digitalen Alltag haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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