E-Mail Marketing: 7 Tipps für das Auswählen eines E-Mail Service Providers

E-Mails werden täglich gecheckt. Deshalb sollte deine Firmenstrategie für E-Mail Marketing gut strukturiert sein, sonst verpasst du eine grosse Chance und vielleicht kostet es dich sogar Geld. Effektives E-Mail Marketing ist eine der Sachen, die zeitintensiv und schwierig zu implementieren sind. Läuft es aber erst einmal, dann ist es unglaublich nützlich. Es hängt davon ab, welchen E-Mail Service Provider (ESP) du nutzt, ob du den Newsletter an die richtige Zielgruppe schickst und ob die E-Mail in jedem Browser gut lesbar ist.

Brauche ich wirklich einen ESP?
Ein ESP ist die technische Verknüpfung zwischen Sender und Empfänger. Du erstellst eine E-Mail Vorlage, die du mit deinem eigenen Inhalt füllst und vor dem Abschicken auf alles prüfen kannst. Einen ESP zu nutzen, gibt dir zudem die Möglichkeit, Einblicke in Statistiken zu erhalten (z.B. Wie viele Leute die E-Mail geöffnet und auf welche Links sie geklickt haben), eine aktuelle Liste von Abonnenten zu erhalten und den Newsletter über den Server des ESP zu verschicken. Wer sich hierzu entscheidet, der kann sicher sein, dass der Newsletter in jedem Browser (Mobile Browser eingeschlossen) gut lesbar ist und nicht den direkten Weg in den Spam-Ordner findet.

Die Vorteile der Nutzung eines ESPs:

  • Einen ESP zu nutzen ist, wie einen virtuellen Marketingspezialist an deiner Seite zu haben; du kannst deine eigene Database direkt mit dem ESP verknüpfen, bereits existierende Vorlagen nutzen und individuelle Protokolle generieren, um die Entwicklung der Kampagne zu beobachten.
  • Die Newsletter werden direkt vom ESP gesendet. So musst du dich nicht um die Wartung und Aktualisierung einer eigenen E-Mail Software kümmern.
  • Du zahlst nichts für Hardware (z.B. dedizierte Server), da die meisten ESPs webbasierte Lösungen anbieten. Alles, was du brauchst, ist eine Internetverbindung, um all deine Marketingaktivitäten zu managen.
  • ESPs haben ein gutes, etabliertes Verhältnis zu ihrem E-Mail Kundenstamm und Internet Service Anbietern. So wird dir die höchstmögliche delivery ratio gesichert.
  • Alle technischen Probleme werden von dem ESP geregelt; sie managen return path certification, DomainKets Identified Mail (DKIM) und andere Vorkommnisse.
  • Mit ESPs kannst du ganz einfach CMS, Applikationen und Social Media Ausrichtungen in deine Webseite integrieren. Dies kannst du mit Hilfe eines Application Programming Interface (API) tun, um Einzelheiten zu synchronisieren.
  • Dein Return on Investment wird höher ausfallen, da die Kosten für Hardware, Software, Infrastruktur und IT unter den ESP Nutzern aufgeteilt wird.

Bist du bereit einen ESP zu nutzen, um dein E-Mail Marketing zu optimieren? Dann haben wir hier sieben Tipps, wie du den richtigen Anbieter findest:

1. Internationale Reichweite
Du planst, deine Firma international auszurichten? Dann solltest du einen E-Mail Anbieter suchen, der Erfahrung mit multinationalen Kampagnen hat. SendGrid ist ein grosser ESP mit einer Vielzahl an internationalen Kunden (z.B. Pinterest, Pandora, Spotify).

2. Ermittle das Volumen deiner Database
Das Volumen deiner Verteilerliste bestimmt, wie viel du in den ESP investierst. Wenn deine Database beispielsweise weniger als 2,000 E-Mail Adressen zählt, dann kannst du MailChimp nutzen, mit dem du bis zu 12,000 E-Mails pro Monat kostenfrei rausschicken kannst. Der Nachteil ist, dass das MailChimp Logo am Fusse jedes Newsletters erscheint. Wenn du die kostenpflichtige Version nutzt, dann erscheint es nicht. Es ist also wichtig, sich vorher über die Vor- und Nachteile der kostenfreien Programme zu informieren.

Wenn du eine grössere Database hast (2,000 Mitglieder oder mehr) und diese erweitern möchtest, dann solltest du dich für ein professionelles Paket entscheiden, das mehr deinen Erwartungen entspricht. Diese Pakete geben dir mehr Freiheit für das Erscheinungsbild und die Verteilung des Newsletters.

3. Definiere, was du von einem ESP erwartest
Bevor du mit einem ESP zusammenarbeitest, solltest du dir anschauen, wo deine Firma momentan steht und wo sie in Zukunft hinmöchte. Wenn du nach kontinuierlichem Wachstum und ausgebreiteter Verteilung suchst, dann kann dir ein spezifisches ESP Paket dabei helfen, diese Ziele effizient zu erreichen.

4. Nutze dein eigenes technisches Wissen
Wenn deine Firma eine eigene IT-Abteilung hat, dann solltest du mit dieser absprechen, was bereits gut läuft und was im existierenden Programm noch fehlt. Wenn du das rausgefunden hast, kannst du entscheiden, ob es Sinn macht einen API an dein CMS anzuschliessen und ob du deine Database mit dem ESP synchronisieren kannst. Die Synchronisierung ist besonders dann ratsam, wenn du Grösseres vorhast mit deiner E-Mail Marketing Kampagne.

5. Vergleiche die Kosten anderer ESPs
Es macht nur dann Sinn, eine Menge Geld in einen Email Service Provider zu stecken, wenn er dir eine Menge Mehrwert bietet. Schau dir am besten erst einmal an, wie viel Geld verschiedene ESPs für ihren Service verlangen und wäge ab, wie viel du ausgeben möchtest und wofür genau du den Service in Anspruch nehmen würdest. Die Kosten für einen ESP sind meistens an den CPM (die Kosten pro 1,000 verschickter E-Mails) gebunden. Dementsprechend hat das Volumen deiner Verteilerliste grossen Einfluss auf die Kosten. Ein weiterer wichtiger Punkt auf den du achten solltest, wenn du vergleichst, sind die Startup-Kosten und die monatlichen Gebühren die die verschiedenen Anbieter verlangen.

6. Bleib in deinem Nischenmarkt
Wenn du zu einem Nischenmarkt gehörst, dann ist es am besten, wenn du dich für einen ESP entscheidest, der ausschliesslich in deinem Markt tätig ist. So kannst du sichergehen, dass der ESP bereits Erfahrung darin hat, wie man effektive E-Mail Kampagnen in genau diesen Markt aufbaut.

7. Frag nach einem Demo bevor du unterschreibst
Bevor du dich für einen ESP entscheidest, frag nach, ob du ausprobieren kannst, wie der Newsletter am Ende aussehen wird. So kannst du rausfinden, ob der ESP bietet, was du dir vorgestellt hast. Viele E-Mail Service Provider bieten ihren Kunden Training an. Wenn du dich dafür anmeldest, dann kannst du ein gutes Gefühl dafür entwickeln, ob das System deinen Ansprüchen und Erwartungen gerecht wird.

Wie viel ein ESP kostet
Die Kosten für einen ESP werden nicht nur anhand der Grösse deiner Verteilerliste bestimmt. Es gibt noch weitere Faktoren, die dazu beitragen. Worauf du allerdings achten solltest, ist, dass ein grosses Verteilungsvolumen nicht automatisch einen hohen CPM bedeutet.

Deine Ausgaben hängen auch von der Art von Service ab, die du von dem ESP erwartest. Wenn dir technische Hilfe wichtig ist und du hier viel Hilfe erwartest, dann kommen höhere Kosten auf dich zu, als wenn du dich für ein ESP Paket entscheidest, das nur wenig oder sogar gar keine technische Hilfe anbietet.

Bevor du einen Preis für eine Kooperation mit dem ESP aushandelst, solltest du wissen, wie gross deine Database ist, wie gut deine eigenen technischen Kapazitäten sind und was für eine Art von Newsletter du dir vorgestellt hast.

Hier ein paar Beispiele verschiedener E-Mail Service Provider:

  • Mandrill: Mandrill ist MailChimp’s kleiner Bruder. Dieser Anbieter ist besonders gut für diejenigen geeignet, die nach einem professionellen ESP suchen. Falls du bereits einen Account bei MailChimp’s hast, dann kannst du die Daten ganz einfach an Mandrill weiterleiten. Bekannte Namen, die Mandrill bereits in Anspruch nehmen, sind National Geographic und Symantic.
  • Emailvision: Emailvision ist aktiv auf nationalem und internationalem Level. Dieser ESP bietet professionellen Kundenservice und macht einen super Job, wenn es darum geht, den Marketing Anforderungen gerecht zu werden. Bekannte Namen, die Emailvision bereits in Anspruch nehmen, sind Mercedes Benz, Ikea und Decathlon.
  • Constant Contact: Dieser ESP verbindet Firmenwachstum mit der Optimierung der Social Media Reichweite und bietet kreative Lösungen für die Kampagnen seiner Kunden. Constant Contact ist besonders für kleinere Unternehmen geeignet, die sich vergrössern wollen. Bekannte Namen, die Constant Contact bereits in Anspruch nehmen, sind Best Buy, PayPal und Sysco.
  • CleverReach: CleverReach hilft Unternehmen aller Grössenordnungen beim Versand von E-Mails, der Verwaltung von Empfängerlisten sowie der Messung und Analyse von E-Mail Kampagnen. Dank ausgereifter Technologie, zahlreichen innovativen Ideen, persönlichem Support und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis positioniert sich CleverReach hervorragend im nationalen wie internationalen Markt. Bekannte Namen, die CleverReach bereits in Anspruch nehmen, sind DHL, Danone, Greenpeace und Rewe.
Diana Bauer

Über Diana Bauer

Als Studentin der Soziokulturellen Studien an der Europa-Universität Viadrina interessiere ich mich für fremde Kulturen und für Möglichkeiten, diese dem Menschen näher zu bringen. In meinem Job als Online Marketeer bei Imbull (www.flipit.com/de) habe ich die Möglichkeit, redaktionelle Texte zu verfassen, die die Shoppingkultur erklären und diese den Lesern näher zu bringen. Zudem arbeite ich an meinen Online Marketing Skills, was will man da mehr?
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