Google: Mobile optimierte Website wird zur Pflicht

Mobile optimierte Websites werden immer wichtiger. So sind sie seit kurzem auch für das Ranking bei Google von Relevanz. Denn die stetige Zunahme von mobilen Endgeräten und deren Verwendung beeinflusst auch das Verhalten von Suchmaschinen-Nutzern. Es ist daher nur wenig überraschend, dass Google die Platzierung in den Suchergebnissen von der Benutzerfreundlichkeit der mobilen Website abhängig macht. Aus diesem Grund sollten Sie diese Entwicklung in Ihren zukünftigen SEO-Massnahmen unbedingt berücksichtigen. Doch was macht eine gute mobile Website aus und was wird von Google bestraft? Antworten und Hilfeleistung hierzu bieten die Richtlinien auf dem offiziellen Google Webmaster Blog. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Mobile optimierte Websites
Google unterstützt grundsätzlich drei Konfigurationen für mobile optimierte Websites: Responsive Webdesign, dynamische Websites und Websites mit separaten URLs für Mobilgeräte und Desktops. Dabei wird in erster Linie die Anwendung von branchenüblichen Best Practices für Responsive Webdesign empfohlen. Dazu soll derselbe HTML-Code für alle Geräte verwendet werden und das Rendering auf dem jeweiligen Gerät ausschliesslich durch CSS-Medienanfragen gesteuert werden. Wenn Responsive Webdesign für die eigene Website nicht geeignet ist, dann unterstützt Google auch die Bereitstellung der Inhalte in unterschiedlichen HTML-Codeversionen.

Weitere und detailliertere Informationen zu mobile optimierte Websites finden Sie hier: Empfehlungen im Detail

Zu vermeidende Fehler
Fehler bei der Darstellung einer mobilen Website beeinträchtigen nicht nur die User-Experience, sondern zukünftig auch die Platzierung in den Suchergebnissen. Google nennt im Artikel folgende negative Einflussfaktoren für das Ranking:

  • Falsche Weiterleitungen: Weiterleitungen sollen immer zu relevanten Seiten führen. Möchte man beispielsweise mit dem Smartphone eine bestimmte Website aufrufen, dann sollte der Benutzer auch diese angezeigt bekommen und nicht zuerst von der Desktop-Version zu einer völlig irrelevanten mobilen Seite (wie etwa die Hauptseite der mobilen Version) umgeleitet werden. Dies wird vom Smartphone-Nutzer als extrem frustrierend wahrgenommen und künftig auch dementsprechend von Google abgestraft. Existiert keine mobile Version der Webseite, dann sollte die Desktop-Version angezeigt werden.
  • Flash-Videos: Viele Videos können auf Smartphones nicht abgespielt werden. So wird beispielsweise Flash auf iOS oder Android-Geräten der Version 4.1 oder höher nicht mehr unterstützt. Google empfiehlt deshalb Videos mithilfe von HTML5-Standard-Tags einzubetten.
  • Smartphone-spezifische 404-Fehler: Es kann vorkommen, dass einige Websites für Desktop-Nutzer Inhalte anzeigen, während Smartphone-Nutzer eine Fehlermeldung erhalten. Dieses Problem kann auf zwei Wege behoben werden: Falls eine mobile freundliche Version der gesuchten Website unter einer anderen URL existiert, dann sollte der Besucher zu dieser Seite weitergeleitet werden. Sollte jedoch kein entsprechendes Format vorhanden sein, dann sollte statt einem 404-Fehler die Desktop-Version angezeigt werden.
  • Langsame Ladezeiten: Auch bei mobilen Websites ist die Ladegeschwindigkeit der Seite von grösster Bedeutung – gerade auch aufgrund der Charakteristika der Mobilfunknetze. Hier liegt viel Potential, um die Frustration der Besucher zu reduzieren/vermeiden. Wie Ihre mobile Seite schneller dargestellt werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel: Make your mobile pages render in under one second.

Weiterführende Links:
- SEO Kurz-Check für Ihre Website

- 5 unverzichtbare SEO Tools
- SEO – der Trend zum Inhalt

Nicolas Bruggmann

Über Nicolas Bruggmann

Nicolas hatte über mehrere Jahre bis im Januar 2014 die Position Head of Marketing bei CS2 inne.
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2 Antworten zu Google: Mobile optimierte Website wird zur Pflicht

  1. Ruth | Shopgate sagt:

    Sehr gute (deutsche) Zusammenfassung von Google’s Rankingkriterien! Hierbei wird auch klar erkennbar, welch enorm wichtige Rolle eine mobil optimierte Seite für eine Steigerung des Traffics und somit letztendlich für den Umsatz eines Online-Unternehmens spielt. Die oben aufgelisteten Fehler sollten unbedingt vermieden werden, um bei Google möglichst weit vorne in den mobilen Suchergebnissen angezeigt zu werden. Hinzu kommen, meiner Meinung nach, Unique Content, die Anzahl der Datenanfragen und -menge der mobilen Seite zu reduzieren, indem: Codes auf der Seite reduziert, nur erforderliche Daten geladen und die Geschwindigkeit der Seite getestet werden. Außerdem sollten Lokalinformationen zugänglich gemacht, was aber bereits als “Schritt 2″ anzusehen sein könnte.
    Wie gesagt, sehr prägnante Zusammenfassung der Google-Kriterien!

  2. Toni sagt:

    Ich danke Ihnen für den informativen Artikel. Zur Pflicht wird es nicht unbedingt. Jedoch sollte jeder der im Ranking steigen möchte auf das Responsive Design umstellen. Es ist in Zukunft von Vorteil.

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